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pte20220524025 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Chemiebranche kommt mit blauem Auge davon

Pharmabereich treibt das Wachstum im ersten Quartal - Sorgen vor Engpässen bei Gas und Öl


Chemikalien: VCI sieht dunkle Wolken am Horizont aufziehen (Foto: pixabay.com, deepakrit)
Chemikalien: VCI sieht dunkle Wolken am Horizont aufziehen (Foto: pixabay.com, deepakrit)

Frankfurt am Main (pte025/24.05.2022/13:11) -

Trotz "zahlreicher Herausforderungen", wie es heißt, hat die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland das erste Quartal 2022 noch zufriedenstellend abgeschlossen. Zu dem Fazit kommt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) http://vci.de im Rahmen der Präsentation der aktuellen Geschäftsergebnisse der Branche für das erste Jahresviertel.

"Düstere Perspektiven"

Vor allem Engpässe in den Lieferketten und stark steigende Energie- und Rohstoffkosten haben den Chemiefirmen im ersten Quartal zu schaffen gemacht. Durch den Krieg in der Ukraine verschärften sich diese Probleme. In vielen Unternehmen herrscht deshalb Rezessionsstimmung. Sorgen bereiten vor allem mögliche Engpässe bei Gas und Öl, so der VCI.

"Vom erhofften Aufschwung nach dem Corona-Winter ist nichts mehr übriggeblieben. Die Perspektiven unserer Branche sind wegen steigender Energie- und Rohstoffkosten zunehmend düster. Außerdem drosseln industrielle Kunden wegen gestörter Lieferketten ihre Produktion und bestellen weniger Chemikalien. Ein Gasembargo oder ein Stopp der Gaslieferungen aus Russland hätte zusätzliche verheerende Auswirkungen", sagt VCI-Präsident Christian Kullmann.

Chemieprodukte teurer

Die Chemie- und Pharmaproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent gestiegen. Im Zwölf-Monats-Vergleich hat die Produktion um 2,8 Prozent zugenommen. Das Wachstum kam aus dem Pharmabereich. Verglichen mit den Monaten Oktober bis Dezember 2021 verringerte sich die reine Chemieproduktion um 1,1 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche ging auf 80,9 Prozent zurück.

Die Chemikalienpreise beschleunigten ihr Wachstum im ersten Quartal 2022. Chemieprodukte kosteten 6,7 Prozent mehr als im Vorquartal und 21,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz der chemisch-pharmazeutischen Industrie legte aufgrund der kräftig gestiegenen Preise von Januar bis März gegenüber dem Vorquartal um 7,8 Prozent auf 66,3 Mrd. Euro zu. Das wegen Corona schwache erste Quartal 2021 wurde um 28,4 Prozent übertroffen.

(Ende)
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