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pte20210827001 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

LED-Laternen sind pures Gift für Insekten

Population sinkt unter dem Lichteinfluss laut britischen Wissenschaftlern um fast 50 Prozent


LED-Licht in der Nacht: Es reduziert die Zahl der Insekten (Foto: ceh.ac.uk)
LED-Licht in der Nacht: Es reduziert die Zahl der Insekten (Foto: ceh.ac.uk)

Banglor/Edinburgh/Lancaster (pte001/27.08.2021/06:00) -

Mit Straßenlaternen auf Leuchtdioden-Basis sparen die Betreiber eine Menge Geld, handeln sich aber ein großes Problem ein. Sie reduzieren massiv die Zahl der Insekten, greifen somit in den biologischen Kreislauf ein. Vögel und Fledermäuse finden nicht mehr genug Nahrung, Blüten bleiben unbestäubt, was Ernteausfälle zur Folge hat. Das haben Forscher vom britischen Zentrum für Ökologie und Hydrologie https://www.ceh.ac.uk/">https://www.ceh.ac.uk/ mit Sitzen in Banglor/Wales, Edinburgh und Lancaster herausgefunden. Ältere Straßenbeleuchtungen wie Natriumdampflampen tragen weniger zum Rückgang der Insektenpopulation bei, hat ein Team um Douglas Boyes herausgefunden. Er fordert, in die Lampen Filter einzubauen, sodass sie dem Sonnenlicht unähnlicher werden, oder den Lichtkegel so auszurichten, dass er nicht auf die Vegetation fällt.

[b]Populationsvergleich an 50 Standorten[/b]

Um den Einfluss von nächtlicher Beleuchtung Insekten zu dokumentieren untersuchten die Forscher an 26 Standorten Hecken und andere Vegetation am Straßenrand, die künstlich beleuchtet werden, und verglichen diese Ergebnisse mit einer gleichen Anzahl von fast identischen Standorten, die unbeleuchtet waren.

Das Team konzentrierte sich auf Raupen als Stellvertreter für nachtaktive Insekten im weiteren Sinne, da sie sich während des Larvenstadiums nur wenige Meter von dem Ort entfernen, an dem sie geschlüpft sind, bevor sie fliegen können. Es zeigte sich, dass an beleuchteten Standorten zwischen 37 und 47 Prozent weniger Insekten und Larven zu finden waren als an unbeleuchteten. „Ich war erstaunt über den hohen Prozentsatz", sagt Boyes. Er habe lediglich ein Minus von zehn Prozent an beleuchteten Standorten erwartet.

[b]Weniger Eier und Übergewicht[/b]

Das Team nannte zwei Gründe für den Schwund an Insekten. Zum einen legten die Insektenweibchen an beleuchteten Stellen weniger Eier, zum anderen legten die Larven ein anderes Fressverhalte an den Tag: Sie litten an Übergewicht, verglichen mit denen an nächtlich düsteren Standorten.

Straßenlaternen seien allerdings nicht die Hauptursache für den zunehmenden Mangel an Insekten, sagen die Forscher. Zunehmende Urbanisierung und als Folge die Zerstörung von Lebensräumen der Insekten, intensive Landwirtschaft, Umweltverschmutzung und Klimawandel seien weitere Gründe.

(Ende)
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