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pte20210728003 Unternehmen/Wirtschaft, Bauen/Wohnen

Vermögens- ist unabhängig von Einkommensungleichheit

15-Länder-Studie zeigt, dass vor allem Wohneigentum für Vermögen relevant ist


Ungleichheit: Die Bemessungsgrundlage ist wichtig (Foto: nattanan23, pixabay.com)
Ungleichheit: Die Bemessungsgrundlage ist wichtig (Foto: nattanan23, pixabay.com)

Washington (pte003/28.07.2021/06:10) - Eine neue Studie zeigt, dass Vermögensungleichheit im Länder-Vergleich unabhängig von der Einkommensungleichheit ist und primär mit der Verteilung des Wohnungseigentums zusammenhängt. Die Ergebnisse der Autoren Fabian T. Pfeffer (University of Michigan, https://umich.edu ) und Nora Waitkus (London School of Economics, http://lse.ac.uk und Universität Tilburg, http://tilburguniversity.edu ) belegen auch, dass der Vergleich von Staaten anhand ihrer Vermögens- anstelle der Einkommensungleichheit ein ganz anderes Bild des relativen Niveaus der wirtschaftlichen Ungleichheit in den Ländern ergibt. Was aus früheren Analyse dazu bekannt ist, basiert meist auf Messungen der Einkommensungleichheit.

Einkommen unabhängig von Vermögen

Internationale Unterschiede bei der Einkommensungleichheit sagen laut Pfeffer und Waitkus tatsächlich fast nichts über internationale Unterschiede bei der Vermögensungleichheit aus. So seien viele Nationen, die bei einem einkommensbasierten Vergleich als egalitär gelten (etwa in Skandinavien) in Hinblick auf Vermögensverteilung recht ungleich aufgestellt. "Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden die USA, die ein sehr hohes Maß an Einkommensungleichheit mit einem noch höheren und außergewöhnlichen Maß an Vermögensungleichheit und -konzentration kombinieren", so die Autoren.

Der insgesamt fehlende Zusammenhang zwischen Einkommens- und Vermögensungleichheit bedeutet auch, dass die bisherigen einkommensbasierten Ansätze zum Verständnis der länderübergreifenden Unterschiede in der wirtschaftlichen Ungleichheit nicht ausreichen, um die Vermögensungleichheit im Ländervergleich zu erklären. Auf der Suche nach Erklärungen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass länderübergreifende Unterschiede bei Vermögensungleichheit der Haushalte von Menschen im erwerbsfähigen Alter im engen Zusammenhang mit der jeweiligen nationalen Verteilung des Wohneigentums stehen.

Wohneigentum sollte wesentlicher Faktor sein

Pfeffer und Waitkus stützten sich auf Daten von 2012 bis 2014. Sie nutzten harmonisierte Messwerte für das Nettovermögen der Haushalte - unter Hinzurechnung von Eigenheimkapital (Wert des Hauses, abzüglich Hypotheken), Finanzvermögen (Ersparnisse, Aktien, Investmentfonds) und anderer realer Vermögenswerte ohne Wohnimmobilien (Unternehmensanteile, Fahrzeuge u.a.). Dies taten sie unter Abzug aller sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden in 15 Ländern, die an der Luxemburgischen Vermögensstudie (LWS) teilnahmen, darunter Österreich, Australien, Kanada, Finnland, Deutschland, Italien, Luxemburg, Spanien, Schweden, Großbritannien und die USA.

Die Forscher berechneten das Wohnvermögen als Differenz zwischen dem Wert des Hauses und verbleibender Hypothekenschuld. Die Ergebnisse zeigen, dass länderübergreifende Unterschiede bei Vermögensungleichheit und -konzentration vor allem das Ausmaß der Ungleichheit und Konzentration des Wohneigentums widerspiegeln. Die Verteilung des Wohneigentums in einem Land ist somit von zentraler Bedeutung für das Gesamtniveau der Vermögensungleichheit. Künftig sollte das Wohneigentum daher zentraler Baustein der vergleichenden Analyse der Vermögensungleichheit sein, so die Studienautoren.

Die Studie "The Wealth Inequality of Nations" https://bit.ly/3BLYB7h erscheint im August in der "American Sociological Review".

(Ende)
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