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pte20210615017 Technologie/Digitalisierung, Unternehmen/Wirtschaft

Corona macht Internet-User unvorsichtig

IBM-Security-Studie: Gleiche Passwörter für viele Accounts - Datensicherheit oft nicht gegeben


Digitale Identifikation wird immer wichtiger (Bild: Wilfried Pohnke/pixabay.com)
Digitale Identifikation wird immer wichtiger (Bild: Wilfried Pohnke/pixabay.com)

Cambridge (pte017/15.06.2021/12:30) -

Die Corona-Pandemie hat die Nutzung des Internet massiv angekurbelt. Dabei blieb die Sicherheit auf der Strecke. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie von IBM Security https://www.ibm.com/security">https://www.ibm.com/security in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Die weltweite Umfrage unter 22.000 Personen in 22 Ländern, die Morning Consult https://morningconsult.com/durchführte, zeigte, dass jeder während der Pandemie im Durchschnitt 15 neue Konten anlegte. 82 Prozent nutzen dasselbe Passwort für mehrere Konten.

[b]Viele neue Benutzerkonten bleiben erhalten[/b]

44 Prozent sagten, dass sie nicht vorhaben, diese neuen Konten nach der Pandemie zu löschen oder zu deaktivieren. Aus diesem Grund, so die Einschätzung von IBM Security, hinterlassen diese Verbraucher einen größeren digitalen Fußabdruck, welcher die Angriffsfläche für Cyberkriminelle erheblich vergrößert. Der unbekümmerte Umgang mit Passwörtern bedeute, dass ein Großteil der neuen Konten, die während der Pandemie erstellt wurden, wahrscheinlich auf wiederverwendeten E-Mail- und Passwort-Kombinationen basierten, die bereits als „bekannt" einzustufen sein könnten.

[b]Bequemlichkeit schlägt die Sicherheit[/b]

Ein weiteres Ergebnis: Bequemlichkeit geht oft vor Sicherheit und Datenschutz. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der befragten 30- bis 40-Jährigen würde Waren lieber über eine potenziell unsichere App oder Website aufgeben, als anzurufen oder persönlich in eine Filiale zu gehen. „Unternehmen müssen jetzt die Auswirkungen dieser digitalen Abhängigkeit auf ihr Sicherheitsrisikoprofil berücksichtigen", sagt Charles Henderson, Global Managing Partner und Leiter von IBM Security X-Force. „Da Passwörter immer unzuverlässiger werden, können sich Unternehmen über die Multi-Faktor-Authentifizierung hinaus anpassen und auf einen 'Zero-Trust'-Ansatz umstellen. Dabei wird fortschrittliche künstliche Intelligenz (KI) und Analytik während des gesamten Prozesses angewendet, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen, anstatt davon auszugehen, dass ein Benutzer nach der Authentifizierung vertrauenswürdig ist."

[b]Chance für die Einführung neuer Technologien[/b]

Da sich die Verbraucher immer mehr auf digitale Interaktionen einlassen, habe dieses Verhalten auch das Potenzial, die Einführung neuer Technologien in einer Vielzahl von Bereichen voranzutreiben - von Telemedizin bis hin zu digitaler Identität, schlussfolgert IBM Security. So zeige das Konzept des digitalen Gesundheits- oder Impfpasses den Verbrauchern einen realen Anwendungsfall für digitale Ausweise auf, die einen technologiebasierten Ansatz zur Verifizierung bestimmter Aspekte unserer Identität bieten. Laut der Umfrage geben 65 Prozent der Erwachsenen an, dass sie mit dem Konzept der digitalen Ausweise vertraut sind, und 76 Prozent würden sie wahrscheinlich nutzen, wenn sie allgemein akzeptiert würden.

[b]Identifikation vorzugsweise digital[/b]

Die durch Corona gewachsene Affinität der Nutzer zur digitalen Welt könne auch dazu beitragen, traditionellen Formen der Identifikation wie Pässen und Führerscheinen durch digitale Versionen zu ersetzen. Während die Nutzung einer digitalen Form der Identität auch das Potenzial hat, ein nachhaltigeres Modell für die Zukunft zu schaffen, müssen auch Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen getroffen werden, um Fälschungen zu vermeiden - was die Fähigkeiten von Blockchain-Lösungen erfordert, um diese Ausweise zu verifizieren und zu aktualisieren, wenn es erforderlich ist.

(Ende)
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Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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