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pte20210325003 Handel/Dienstleistungen, Politik/Recht

Illegaler Elfenbeinhandel boomt wie nie

Pro Wildlife legt neue Daten für 2019 vor und befürchtet durch Corona steigende Fallzahlen


Elefanten in Afrika: Illegaler Elfenbeinhandel boomt (Foto: prowildlife.de)
Elefanten in Afrika: Illegaler Elfenbeinhandel boomt (Foto: prowildlife.de)

München (pte003/25.03.2021/06:10) - Das Geschäft mit illegal gehandeltem Elfenbein boomt. Laut neuen Zahlen der Tierschutzorganisation Pro Wildlife http://prowildlife.de für 2019 wurden 42,5 Tonnen, das entspricht etwa 6.340 toten Elefanten, beschlagnahmt - ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber 2018 (29,6 Tonnen). Für das Jahr 2020 liegen zwar noch keine Zahlen vor, Artenschützer befürchten durch die Corona-Pandemie jedoch einen weiteren Anstieg.

"Größte Bedrohung für Elefanten"

"Der Elfenbeinhandel ist nach wie vor die größte Bedrohung für Afrikas Elefanten. Die Staatengemeinschaft darf nicht nachlassen in den Bemühungen, den Handel ein für allemal zu stoppen und die Tiere besser zu schützen", so Pro-Wildlife-Sprecherin Daniela Freyer. Die neuen Zahlen für 2019 wurden im Auftrag des Washingtoner Artenschutzübereinkommens erhoben und enthalten die drei größten jemals erfassten Elfenbeinaufgriffe: "Die Beschlagnahme von rund 7.500 Kilogramm Elfenbein in China, 8.800 Kilogramm in Singapur und 9.100 Kilogramm in Vietnam verdeutlichen, dass der Elfenbeinhandel fest in der Hand global organisierter krimineller Netzwerke ist."

Während die Hauptabsatzmärkte für Elfenbein in Asien liegen, ist bislang auch in der EU der Handel mit dem "weißen Gold" erlaubt, obwohl der Handel international bereits seit 1989 verboten ist. Die EU und Japan sind bis heute die beiden größten verbliebenen Absatzmärkte für legales Elfenbein. Die EU hat vor Kurzem angekündigt, den Elfenbeinhandel strenger zu regulieren. Die Dunkelziffer ist hoch: "Nur etwa zehn Prozent des geschmuggelten Elfenbeins wird überhaupt entdeckt und beschlagnahmt", betont Freyer. Die Bestände von Savannenelefanten gingen bereits zwischen 2007 und 2015 um ein Drittel zurück. Die neuen Zahlen lassen befürchten, dass sich dieser Trend gefährlich fortsetzt.

(Ende)
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