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pte20210224020 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Twitter warnt vor Daten-Leaks durch Hacker

Plattform setzt Hinweise bei News-Artikeln - Maßnahme gegen Fake-News-Kampagnen


Twitter: Warnung bei Daten-Leaks (Foto: unsplash.com, Alexander Shatov)
Twitter: Warnung bei Daten-Leaks (Foto: unsplash.com, Alexander Shatov)

San Francisco/Berlin (pte020/24.02.2021/13:55) - Der US-Mikroblogging-Dienst Twitter warnt User ab jetzt vor Tweets, die auf von Hackern gefundenen Informationen oder Daten-Leaks basieren. Ein Pop-up-Fenster macht Anwender darauf aufmerksam, dass Leaks nicht immer verlässlich und teilweise manipuliert sein können. Die Warnung soll die Verbreitung von Fehlinformationen verhindern.

Journalismus

"Es ist nachvollziehbar, dass Twitter seine User besser vor möglichen Fake-News-Kampagnen schützen will. Die Plattform darf aber dem investigativen Journalismus nicht im Weg stehen. Aus Sicht von Berichterstattern ist es nicht relevant, wo eine Information herkommt. Ihre Aufgabe ist es, sie zu verifizieren und zu veröffentlichen, wenn sie von gesellschaftlichem Interesse ist. Ein Beispiel dafür sind die Panama Papers. Für Twitter ist diese Problematik eine Gratwanderung", sagt Netzpolitik-Chefredakteur Markus Beckedahl http://netzpolitik.org im Gespräch mit pressetext.

Twitter hat die Implementierung der Warnung nicht offiziell angekündigt, jedoch ist sie am vergangenen Sonntag bei einer Meldung des News-Outlets "The Grayzone" aufgetaucht, in der es um Datenleaks ging. Laut Twitter haben die Urheber "diese Materialien möglicherweise durch Hacking erworben".

Mehr Kontext für Postings

Im vergangenen Oktober hat Twitter zeitweise eine Meldung der "New York Post" blockiert, in denen geleakte Daten vom Laptop von Hunter Biden, Sohn des US-Präsidenten Joe Biden, sichtbar waren. Die Entscheidung wurde scharf kritisiert, weshalb Twitter sie schließlich rückgängig machte. Momentan arbeitet das Unternehmen daran, Anwendern mehr Hinweise zu Postings zu geben, um mehr Kontext für Nachrichten herzustellen. So erhalten jetzt mehr Accounts von Politikern und staatlichen Medien eigene Kennzeichen (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20210212017 ).

(Ende)
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