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pte20210120024 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Corona: Körperliche Inaktivität erhöht Mortalität

Brasilianische Studie wertet breites Datenmaterial zu den Folgen von Home-Office und Co aus


Home-Office: gut, aber ungesund (Foto: pixabay.com, Karolina Grabowska)
Home-Office: gut, aber ungesund (Foto: pixabay.com, Karolina Grabowska)

São Paulo (pte024/20.01.2021/13:30) -

 Soziale Distanzierung und das Arbeiten von Zuhause helfen die Übertragung des neuen Coronavirus zu verhindern. Sie können aber laut einer Studie der São Paulo State University (UNESP) https://www2.unesp.br/">https://www2.unesp.brungesundes Verhalten wie Gelage mit Fastfood, mehr in einem Sessel oder auf der Couch auf einen Bildschirm starrend verbrachte Zeit und allgemein weniger Bewegung während des Tages mit sich bringen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Verringerung der körperlichen Aktivität wie sie in den ersten Monaten der Pandemie stattgefunden hat, zu einem jährlichen Anstieg von mehr als 11,1 Millionen neuer Fälle von Typ-2-Diabetes und in der Folge zu mehr als 1,7 Millionen Todesfälle führen könnte. 

Die Studienautoren betonen, dass eine dringende Notwendigkeit besteht, körperliche Aktivitäten während der Pandemie zu empfehlen. Laut dem Forschungsleiter Emmanuel Gomes Ciolac haben Untersuchungen erst kürzlich gezeigt, dass Personen mit Diabetes über ein höheres Risiko an einer schwereren Form COVID-19 zu erkranken verfügen. Das Gleiche gelte auch für das Sterberisiko, wenn die Erkrankung nicht entsprechend unter Kontrolle ist. Weitere Studien ergaben, dass soziale Distanzierung und das Einschränkungen das Ausmaß der körperlichen Aktivität verringert, die sitzende Lebensweise gesteigert und die Qualität der Ernährung verschlechtert haben. Die aktuelle Studie verstehe sich daher als Warnung vor den schädlichen Auswirkungen dieser Trends. 

[b]Eindeutiger Trend zeichnet sich ab[/b]

Neben anderen Datenquellen berücksichtigt der Überblick die Ergebnisse einer internationalen Onlineumfrage, die von 35 Forschungsinstitutionen auf mehreren Kontinenten durchgeführt wurde. Laut den vorläufigen Ergebnissen, die sich auf die ersten 1.000 Freiwilligen beziehen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, ist das Ausmaß an körperlicher Aktivität in den ersten Monaten der Einschränkungen um 35 Prozent zurückgegangen. Begleitend nahm die sitzende Lebensweise um 28,6 Prozent zu. Dazu gehören lange Zeiträume, die sitzend oder liegend verbracht werden und eine ungesunde Ernährung. Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass der Mangel an körperlicher Aktivität 2019 für 33 Millionen Erkrankungen an Typ-2-Diabetes und 2018 für 5,3 Millionen Todesfälle mitverantwortlich war. 

Basierend auf den Daten vor der Pandemie schätzten die Forscher, dass das derzeitige Auftreten von körperlicher Inaktivität insgesamt bei den Übervierzigjährigen einen Prozentsatz von 57,3 Prozent erreichte. Bei Personen mit einem Diabetesrisiko lag dieser Wert bei 57,7 Prozent. Damit könne ein langfristiger Mangel an Sport für 9,6 Prozent der Diabeteserkrankungen (11,1 Million) und 12,5 Prozent der weltweiten allgemeinen Todesfälle (1,7 Millionen) verantwortlich gemacht werden. Die Forschungsergebnisse wurden in „Frontiers in Endocrinology“ veröffentlicht. 

(Ende)
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