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pte20201125007 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Unterbrechungen torpedieren Arbeitsgedächtnis

Versuche mit 24 Probanden - Elektroenzephalografie zeigt verringerte P3b-Komponente


Ablenkung im Home-Office: stört den Flow (Bild: RichardsDrawings, pixabay.com)
Ablenkung im Home-Office: stört den Flow (Bild: RichardsDrawings, pixabay.com)

Dortmund (pte007/25.11.2020/10:30) - Unterbrechungen und Ablenkungen wirken sich unterschiedlich auf das Arbeitsgedächtnis aus. Nach einer Unterbrechung haben Personen in einer Testreihe des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) http://ifado.de statistisch signifikant mehr Fehler als ohne eine Unterbrechung gemacht. Wurden sie abgelenkt, war dies nicht der Fall.

Hirnaktivität beeinträchtigt

An der Studie haben 24 Probanden teilgenommen. Auf einem PC wurden ihnen nacheinander Zahlen gezeigt, die sie sich kurzzeitig merken sollten. Per Tastendruck sollten sie angeben, ob die jeweils vorangegangene Zahl gerade oder ungerade war. Dieser Plan wurde an zufälligen Zeitpunkten durch blaue und orange Zahlen gestört, die entweder ignoriert werden mussten (Ablenkung) oder auf die per Tastendruck reagiert werden sollte (Unterbrechung).

Nach jeder Störung ging die eigentliche Aufgabe weiter: Die Teilnehmer mussten sich erinnern, welche Zahl vor der Störung gezeigt wurde. Während des Versuchs wurde die Hirnaktivität mittels Elektroenzephalografie gemessen. Die Verschlechterung im Verhalten nach einer Unterbrechung spiegelte sich auch in der Hirnaktivität wider: Die Aktivität der P3b-Komponente war deutlich verringert, wenn Unterbrechungen stattfanden. Die Komponente steht in Zusammenhang mit dem Wiederabrufen und der Auswahl relevanter Informationen.

Wichtig für den Büroalltag

"Schon kurz bevor die Versuchsperson wieder auf die eigentliche Aufgabe reagierte, war die P3b-Komponente reduziert. Das deutet darauf hin, dass es nach der Unterbrechung schwierig war, den Handlungsplan aus dem Arbeitsgedächtnis wieder abzurufen. Die Unterbrechung selbst hatte zuvor bereits kognitive Ressourcen beansprucht, die dann bei der Hauptaufgabe fehlten", erklärt Studienautorin und IfADo-Doktorandin Bianca Zickerick. Auffällig war zudem, dass die Teilnehmer nach einer Ablenkung deutlich schneller reagierten als ohne Ablenkung.

"Die Ablenkung war in unserem Fall nicht störend genug. Die Teilnehmenden hatten daher mehr Zeit, sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe vorzubereiten", sagt Zickerick. Das Team will nun weiter grundlegend erforschen, wie Unterbrechungen das Arbeitsgedächtnis beeinflussen. Übertragen auf den Alltag, stützen die bisherigen IfADo-Befunde folgende Alltagstipps: Notizen und Checklisten können helfen, schneller zur eigentlichen Aufgabe nach einer Unterbrechung zurückzufinden. Details sind hier nachzulesen: http://bit.ly/3618L64

(Ende)
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