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pte20201007001 Medizin/Wellness, Umwelt/Energie

Umweltzerstörung vermehrt virulente Moskitos

Vernichtung von Lebensraum und Pestizide erhöhen die Gefahr von Krankheiten wie Malaria


Moskito: Zunahme durch Umweltzerstörung (Foto: pixabay.com, nuzree)
Moskito: Zunahme durch Umweltzerstörung (Foto: pixabay.com, nuzree)

Corvallis (pte001/07.10.2020/06:00) - Gebiete, in denen der Mensch Habitatzerstörung betreibt und Pestizide einsetzt, weisen deutlich häufiger krankheitserregende Moskitos auf als die relativ unberührte Natur. Das haben Forscher an der Oregon State University http://oregonstate.edu in einem Nationalpark in Südafrika festgestellt. Im Vergleich zu Städten sammeln sich in dem Park weniger Stechmücken, die Erkrankungen wie Malaria oder das Zika-Virus verbreiten.

"Anpassung des Lebensraums"

Den Forschern zufolge ist es sehr schwer, die Vermehrung spezifischer Moskito-Arten, die Krankheiten verbreiten, einzudämmen. "Wir können nur die gesamte Anzahl von Stechmücken reduzieren. Eine noch effektivere Strategie wäre es aber, das Vorkommen von bestimmten Arten durch Anpassung ihres Lebensraums zu verringern", erklärt Brianna Beechler, Koautorin der Studie.

Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler die Häufigkeit und Artenvielfalt von Moskitos im südafrikanischen Kruger National Park sowie von Menschen stark betroffener Gebiete beobachtet und miteinander verglichen. Sie haben in der Regenzeit zwischen den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 3.918 weibliche Moskitos aus 39 verschiedenen Spezies innerhalb und außerhalb des Parks gefangen.

Moskitos weiten Territorium aus

Laut dem Team löst die Umweltzerstörung eine Art Domino-Effekt aus, der Moskitos zu diesen Arealen treibt. Beispielsweise töten Pestizide Fische in Teichen, die normalerweise die Insektenlarven fressen. Dadurch vermehren sich die Stechmücken rasant. Besonders häufig kommen in den von Menschen berührten Gebieten gerade die Arten von Stechmücken vor, die gefährliche Krankheiten wie das Denguefieber, das Zika-Virus, das West-Nil-Virus und das Gelbfieber verbreiten.

Die Forscher warnen davor, dass solche Moskitos mit dem zunehmenden Klimawandel ihr Territorium ausweiten und bald nicht mehr nur in Afrika zu finden sind. Forscher der Universität Augsburg haben schon vergangenes Jahr die Ankunft der Insekten in Europa prognostiziert (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190527016 ). Menschen müssten deswegen überall die Habitatzerstörung einschränken.

(Ende)
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