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pte20200908024 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

China: Aus für Kinder-Programmier-Tool Scratch

Projekte in der Maschinensprache enthalten Staatsmedien zufolge China-feindliche Inhalte


Klassenzimmer: China verbannt Scratch (Foto: pixabay.com, salinger)
Klassenzimmer: China verbannt Scratch (Foto: pixabay.com, salinger)

Cambridge/Düsseldorf (pte024/08.09.2020/12:30) - China hat die vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte Kinder-Programmiersprache Scratch http://scratch.mit.edu komplett verbannt. Weltweit haben fast 60 Mio. Heranwachsende das Tool bislang verwendet, um Inhalte wie Animationen und Videospiele zu erstellen. Projekte auf Scratch enthalten laut chinesischen Behörden aber fälschliche Aussagen über die Volksrepublik, weswegen die Programmiersprache dort jetzt verboten ist.

"Retourkutsche wegen TikTok"

"Die Sperrung von Scratch könnte eine Retourkutsche gegen den geplanten TikTok-Bann der US-Regierung sein. Die USA sind schon lange Chinas größter Digitalsierungsgegner. Die Volksrepublik ist sehr bedacht darauf, die Datenhoheit zu behalten und digitale Inhalte zu kontrollieren. Das gilt besonders für die Ausbildung der Kinder, die von westlichen Einflüssen isoliert werden sollen. Durch die Abschottung findet in China eine eigene Form von Digitalisierung statt", erklärt Kommunikationsexperte Christian Scherg http://revolvermaenner.com gegenüber pressetext.

Laut "TechCrunch" versucht China momentan, Programmieren im Lehrplan stärker zu fördern. Scratch war bislang dafür als Lernwerkzeug sehr beliebt, etwa drei Mio. registrierte User befinden sich in der Volksrepublik. Jedoch ist die Reichweite der Programmiersprache in Wahrheit deutlich größer, weil viele chinesische Entwickler sie als Basis für ähnliche Tools verwenden.

Hongkong und Taiwan als Staaten

Doch China sieht die Inhalte in den Scratch-Projekten als angriffig. Besonders problematisch sei staatlich geführten Medien zufolge, dass Hongkong, Taiwan und Macau darin als eigene Staaten angegeben sind. Außerdem müsse jeder Online-Service, der Informationen verbreitet, sich an lokale Regulierungen halten, was bei Scratch nicht der Fall sei.

Der Bann bedeutet nicht, dass die Programmiersprache in China komplett verschwinden wird. Das Programm "Scratch Editor" kann nach einem Download auch offline verwendet werden. Chinesische User, die Scratch bereits heruntergeladen haben, können die Anwendung also weiterhin nutzen. Scratch hat in China viele Rivalen, darunter das Shenzhen-Start-up "Code Mao", welche das US-Tool obsolet machen sollen.

(Ende)
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