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03.02.2023 - 16:05 | FH St. Pölten
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pte20200825023 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Facebook zensiert kritische Thailand-Gruppe

Äußerungen gegen König Maha Vajiralongkorn illegal - Plattform gibt Druck der Regierung nach


Facebook-Führung setzt Zensur in Thailand um (Foto: unsplash.com, Glen Carrie)
Facebook-Führung setzt Zensur in Thailand um (Foto: unsplash.com, Glen Carrie)

Menlo Park (pte023/25.08.2020/10:45) - Social-Media-Riese Facebook hat kürzlich die thailändische Gruppe "Royalist Marketplace" verbannt, weil sie dem König von Thailand, Maha Vajiralongkorn, kritisiert. Die Gruppe hatte etwa eine Mio. Mitglieder. Laut dem "Guardian" hat die Regierung Druck auf die Plattform ausgeübt, weil jegliche negative Äußerung über den Monarchen in Thailand verboten ist.

Gegen Menschenrechte

"Nach einer genauen Untersuchung haben wir beschlossen, die Inhalte einzuschränken, die für die thailändische Regierung illegal sind", zitiert "The Verge" einen Facebook-Sprecher. Jedoch würde der Druck der Regierung den internationalen Menschenrechten widersprechen und die Meinungsfreiheit von Menschen untergraben. Facebook sieht es deswegen als schwierig, seine Präsenz in Thailand aufrechtzuhalten.

Gegründet wurde Royalist Marketplace im April von Pavin Chachavalpongpun, einem in Japan lebenden Kritiker der thailändischen Monarchie. Die Mitglieder der Gruppe äußerten sich öffentlich gegen den König, was in Thailand Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren nach sich ziehen kann. Die Regierung hat Facebook am 10. August ein Ultimatum gestellt und gefordert, die Gruppe innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Wäre Facebook der Forderung nicht nachgekommen, hätten tägliche Geldstrafen von etwa 6.300 Dollar gedroht.

Kooperation mit Regime

Chachavalpongpun kritisiert Facebook für das Entfernen von Royalist Marketplace. Der Konzern würde mit dem Regime kooperieren, um die Demokratie zu unterdrücken. Facebook betont zwar oft die Wichtigkeit freier Meinungsäußerung, gibt aber immer wieder dem Druck von autoritären Staaten nach. Beispielsweise fordert Singapur schon seit vergangenem Jahr die Zensur von kritischen Postings (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20191129025 ).

(Ende)
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