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pte20190919026 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

OECD: Globales Wirtschaftswachstum sinkt

Schwächelnde Industrie und Handelskonflikte schaden laut Prognose fast allen G20-Ländern


Baustelle: Wirtschaftswachstum fällt global (Foto: pixabay.com, joffi)
Baustelle: Wirtschaftswachstum fällt global (Foto: pixabay.com, joffi)

Paris (pte026/19.09.2019/12:30) - Das globale Wirtschaftswachstum wird sowohl in diesem Jahr als auch 2020 so schwach ausfallen, wie seit der Finanzkrise von 2008 nicht mehr. Das besagt die aktuelle Konjunkturprognose der Wirtschaftsorganisation OECD http://oecd.org . Vor allem Deutschland soll die Auswirkungen davon zu spüren bekommen.

Deutschland besonders betroffen

Ein Hauptgrund für die schwächelnde Weltwirtschaft seien die zahlreichen internationalen Handelskonflikte, die zu Unsicherheit und geringeren Investitionsausgaben führen. "Der Austausch von Gütern und Dienstleistungen stagnierte Ende 2018 und schrumpft jetzt", schreiben die Experten der OECD.

Während das globale Wirtschaftswachstum im 2018 um 3,6 Prozent gestiegen ist, wird es der Prognose zufolge 2019 auf 2,9 Prozent fallen und 2020 wieder drei Prozent erreichen. Für Deutschland senkte die OECD die Prognose im Jahr 2019 von 0,7 Prozent auf 0,5 Prozent. Im Jahr 2020 liegt die Prognose, die zuvor bei 1,2 Prozent lag, bei 0,6 Prozent.

Mehr Investitionen in Infrastruktur

Laut dem "Handelsblatt" widerspricht die OECD mit ihrer Deutschland-Prognose vielen Ökonomen, die lediglich eine vorübergehende Flaute für 2019 errechnet haben, die 2020 wieder aufhören würde. Doch der OECD zufolge verschlechtert sich das Wirtschaftswachstum in allen G20-Ländern außer Frankreich, der Türkei und Japan.

Abgesehen von der Unsicherheit durch Handelskonflikte ist auch die schwächelnde Industrie ein wichtiger Grund für die düstere OECD-Prognose. Die Nachfrage nach Arbeitskräften werde geringer, was das bislang stabile Wachstum der Dienstleistungsbranche aufhalten werde. Die OECD empfiehlt G20-Staaten, mehr Kooperation und den Abbau von Zöllen. Auch Investitionen in die Infrastruktur könnten das Wirtschaftswachstum wieder ankurbeln. "Das Niedrigzinsumfeld ist hierfür äußerst günstig", erklären die Ökonomen.

(Ende)
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