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pte20190129017 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Milchsäurebakterien so gut wie Antibiotika

Zahl notwendiger Behandlungen bei Kühen reduzierbar - Geringere Belastung für die Umwelt


Melkroboter: Projekt gegen zu viel Antibiotika (Foto: Kristin Goebel/piclease)
Melkroboter: Projekt gegen zu viel Antibiotika (Foto: Kristin Goebel/piclease)

Hannover (pte017/29.01.2019/12:30) - Forscher der Hochschule Hannover http://hs-hannover.de haben einen Mix aus Milchsäurebakterien entwickelt, dessen Anwendung bei Kühen genauso heilsam ist wie eine antibiotische Behandlung. "Mit dieser Alternative ließe sich zukünftig die Zahl notwendiger Antibiotika-Behandlungen reduzieren und die Gefahr verringern, dass Antibiotika in die Umwelt gelangen und sich dort Keime bilden, die auf diese Wirkstoffe nicht mehr anschlagen", sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt http://dbu.de , die das Projekt unterstützt hat.

Marktreifes Produkt als Ziel

Auch wenn es derzeit noch kein marktreifes Produkt gibt, streben die Experten aus Hannover mit den Projektpartnern der Freien Universität Berlin und der Dr.-Windmann-Pharma-Gesellschaft (Ihrhove) die Entwicklung eines entsprechenden Therapeutikums an. "Die entzündliche Reaktion der Milchdrüse zählt zu den bedeutendsten Erkrankungen hochleistender Milchkühe in Deutschland", erklärt Projektleiter Volker Krömker von der Hochschule Hannover. Ein erster Hinweis auf die Erkrankung könne sein, dass die Milch ausflockt.

Euterentzündungen würden aufgrund des schnellen Handlungsbedarfs derzeit vorwiegend antibiotisch behandelt. "Milch von antibiotisch behandelten Kühen können die Betriebe nicht an Molkereien abliefern", so Krömker. Der wirtschaftliche Verlust für die Milchviehbetriebe sei nicht zu unterschätzen. Zudem wirke das altbekannte Mittel Penicillin beispielsweise auf einen der häufigsten Mastitis-Erreger, Staphylococcus aureus, immer weniger. Der Grund: Es haben sich widerstandsfähige Keime gebildet, die gegen das Antibiotikum resistent sind.

Wirkung auf Krankheitserreger

"Wir haben zunächst im Labor Milchsäurebakterienstämme isoliert und ihre hemmende Wirkung auf die Krankheitserreger getestet", sagt Krömker. "Wir untersuchten auch, wie sich die Stämme an Hautzellen des Zitzenkanals und des Euters anlagern und ob sie einen Biofilm bilden." Dies sei für das Verdrängen der krankmachenden Keime eine zentrale Eigenschaft gewesen. Die anschließenden Versuche an Kühen unter kontrollierten Bedingungen zeigten, dass der ausgewählte Milchsäurebakterienstamm das Eindringen und das Vermehren der "schlechten" Entzündungsbakterien in der Milchdrüse bestmöglich verhindert.

"Unsere Tests haben gezeigt, dass an Mastitis erkrankte Kühe durch eine derartige innovative Milchsäurebakterien-Behandlung gleichermaßen gesund werden wie durch die herkömmliche antibiotische Methode", so Krömker. Es seien keine Unverträglichkeiten festgestellt worden. Weitere Untersuchungen und eine größere klinische Studie seien allerdings nötig, um die Wirksamkeitsdaten auf eine breitere Basis zu stellen und zum Beispiel mögliche Lager- und Anwendungsformen zu prüfen. Sollte sich ein marktfähiges Präparat entwickeln lassen, wäre ein möglicher gewinnbringender Nebeneffekt der Therapie, dass die Menge der Milch, die bei Antibiotika-Behandlung nicht in die Lieferkette gelangen darf, vermindert wird.

(Ende)
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Ansprechpartner: Florian Fügemann
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