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pte20180716018 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

Viele Apps anfällig für das Hacking der Web-APIs

Millionen User betroffen: Viele Schleichwege zu unsicheren Servern


Hacking: Viele Apps bieten kaum Sicherheit (Foto: Bernd Kasper, pixelio.de)
Hacking: Viele Apps bieten kaum Sicherheit (Foto: Bernd Kasper, pixelio.de)

College Station (pte018/16.07.2018/12:30) - Zahlreiche Anwendungen für Smartphones, Tablets und Co sind sehr anfällig für das Hacking der Web-APIs (Application Programming Interfaces). Millionen Nutzer sind möglicherweise von dieser Erkenntnis betroffen, wie Forscher der Texas A&M University http://tamu.edu in ihrer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung warnen.

Inkonsistenzen aufdecken

APIs dienen zum Austausch und der Weiterverarbeitung von Daten und Inhalten zwischen verschiedenen Websites, Programmen und Anbietern. Sie ermöglichen Dritten den Zugang zu Benutzerkreisen und Daten-Pools. Die Forscher haben für ihre Analyse rund 10.000 mobile Apps untersucht und dabei festgestellt, dass viele von ihnen offen für das Hacken der Web-API sind.

Der Grund für die Bedrohung liegt Studienautor Guofei Gu zufolge in den Inkonsistenzen, die bei Web-API-Implementierungen für mobile Apps häufig zwischen App- und Serverlogik auftreten. Die Researcher haben ein "WARDroid-Framework" erstellt, um die in der Studie analysierten Anwendungen zu inspizieren, wobei automatisch Erkundungen durchgeführt und die erwähnten Inkonsistenzen aufgedeckt werden. Dabei wurden statische Analysen verwendet und auch ermittelt, welche HTTP-Anfragen vom Server akzeptiert werden.

Shopping-Apps betroffen

Sobald ein möglicher Angreifer Informationen darüber hat, wie diese Anfragen in einer spezifischen mobilen Anwendung aussehen, kann er seine eigenen Aktionen ausführen, indem er einige Parameter optimiert. "Zum Beispiel könnte ein böswilliger User in einer unsicheren Shopping-App kostenlos einkaufen, indem er die Preise für die Produkte in seinem Einkaufswagen negativ macht. Dabei müssen bloß ein paar HTTP-Paramter verändert werden", erläutert Gu.

"Der Prozess sollte eigentlich in der App verboten sein, kann aber unglücklicherweise vom Server akzeptiert werden", resümiert Gu. Nach der Identifizierung vieler gefährlicher mobiler Apps und Server, die Millionen Nutzer betreffen, haben die Researcher mit den Entwicklern Kontakt aufgenommen, um ihnen dabei zu helfen, die Sicherheitslücken zu schließen.

(Ende)
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Ansprechpartner: Sabrina Manzey
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