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pte20180601003 Technologie/Digitalisierung, Medien/Kommunikation

ZenScreen hilft Handy-Süchtigen beim Entzug

Kostenpflichtige Anwendung definiert Stundenplan für eigene Apps


Vorgaben: durchgeplante digitale Diät dank ZenScreen (Foto: zenscreen.ai)
Vorgaben: durchgeplante digitale Diät dank ZenScreen (Foto: zenscreen.ai)

San José (pte003/01.06.2018/06:00) - Das US-Start-up ZenScreen http://zenscreen.ai hat einen neuen Ansatz entwickelt, um die allgegenwärtige Sucht nach Social Media zu reduzieren und die Bildschirmzeit effektiv zu kürzen. Funktionieren soll das mit einer von Spezialisten ausgearbeiteten "ausgewogenen digitalen Diät", bei der programmierte Routinen die App-Nutzung einschränken.

Apps besser sortieren

Vorhandene Apps sperren Nutzer für eine vorgegebene, begrenzte Zeit aus dem Browser oder dem gesamten Smartphone aus. Dieser Ansatz ist laut ZenScreen-Geschäftsführer Nitin Bahrdari zufolge jedoch für viele Menschen nicht praktikabel. Das komplette Smartphone-Tabu im beruflichen Umfeld ohnehin nicht. Daher enthält ZenScreen eine Reihe verschiedener Funktionen, um als User digital kürzer treten zu können.

ZenScreen bietet Nutzern mit der Funktion "Smart Morning" etwa an, für etwa eine Stunde jeden Morgen vom Telefon fernzubleiben. Anwender können dabei Anwendungen wie in einer Art festgelegten Stundenplan nutzen. Morgens beispielsweise erst zehn Minuten lang auf soziale Apps zugreifen, gefolgt von 20 Minuten, in denen Apps geöffnet werden können, die für die Arbeit notwendig oder Dienstprogramme sind. Der Service verlangt eine monatliche Gebühr von 4,99 Dollar.

"Digital Health Pyramid"

"Ich vergleiche unsere Preise mit einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio - das ist im Grunde genommen nämlich genau das, was wir für Ihr Gehirn tun", erklärt Bahrdari. "Wenn man das mal mit den 80 oder 100 Dollar pro Monat für ein Fitnessstudio vergleicht, scheinen 4,99 Dollar ein Klacks zu sein - wenn das Thema für Sie wichtig ist", erklärt Bahrdari. Das Start-up hat bereits rund 700.000 Dollar von Investoren eingesammelt. Im April wurden deshalb bereits iOS- und Android-Apps sowie eine Chrome-Browsererweiterung veröffentlicht.

"Das Unternehmen nutzt VPN-Technologie zur Überwachung der App-Nutzung. Wir haben eine einzigartige Technologie, bei der der gesamte Vorgang direkt auf dem Gerät läuft und sensible Daten niemals auf unsere Server gelangen", beruhigt Bahrdari. Soziale Netzwerke können beispielsweise kurz vor dem Schlafengehen limitiert werden. Es gibt zudem, ähnlich wie in einer Ernährungsberatung, eine von ZenScreen erstellte "Digital Health Pyramid", die zeigt, welche Apps wie oft verwendet werden können.

(Ende)
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