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Do, 16.11.2017 06:10
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pte20171116002 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht

Firmen müssen Compliance-Strategien verbessern

Balance zwischen Autonomie und Moralverständnis schwer herzustellen
Kollegen: oft Kultur des Schweigens (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)
Kollegen: oft Kultur des Schweigens (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Bloomington (pte002/16.11.2017/06:10) - Nur wenige Unternehmen verstehen, wie ihre Mitarbeiter unethische und illegale Entscheidungen treffen. Auch haben viele keine geeignete Compliance-Strategie, um negatives Verhalten zu zügeln. Das zeigt eine aktuelle Forschungsarbeit der University Kelley School of Business http://kelley.iu.edu .

Kultur des Schweigens

"Wenn man in einer Organisation arbeitet, die daran scheitert, ihre Mitarbeiter dabei zu ermutigen, unethisches Verhalten zu melden - oder im schlimmsten Fall jene bestraft, die etwas anzeigen - kann ein kollektives Gefühl, dass sich nichts ändern wird, wenn jemand den Mund aufmacht, entstehen. Das führt dazu, dass Arbeitnehmer dies für normal oder akzeptabel innerhalb der Organisation halten. Dies bekräftigt die Kultur des Schweigens und führt zu einem verderblichen Einfluss im Unternehmen", erklärt Studienautor Todd Haugh.

Die Forscher stellten fest, dass subtile Hinweise der Unternehmensführung helfen, positives Verhalten der Arbeitnehmer zu generieren. Beispielsweise in schriftlicher Form, indem an die Moralität der Einzelnen appelliert wird. Andere Unternehmen nutzen zudem Software, um die Aktivitäten der Angestellten zu überprüfen. Es kann jedoch auch genau der gegenteilige Effekt einsetzen und in einer Art Manipulation enden. Todd empfiehlt deshalb, eine Balance zwischen der Autonomie der Mitarbeiter und einem Verständnis von weiteren Nutzern zu generieren. Dabei bezieht sich der Studienautor auch auf einen kürzlich publik gewordenen Skandal.

Eigene Interessen im Blick

Mitarbeiter hatten in einem großen Unternehmen gefälschte Kunden-Accounts erstellt, obwohl sie in Trainings immer wieder darauf hingewiesen wurden, dass dies verboten sei. "Ein tieferer Blick zeigt, dass selbst wenn die Mitarbeiter den Hinweis erhalten haben, sie ihn vor dem Hintergrund ihrer wahren Vorlieben interpretieren würden: In diesem Fall unethisch zu handeln, um ihre Jobs zu retten, während sie sich selbst sagen, dass es notwendig ist, alle anderen tun es auch oder dass niemand durch ihre Handlungen Schaden nehmen wird", so Todd. Er schlussfolgert, dass es in den nächsten Jahrzehnten von Bedeutung ist, Strategien zu entwickeln, welche die Balance innerhalb eines Unternehmens aufrecht erhalten.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Sabrina Manzey
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