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pte20171002003 Unternehmen/Wirtschaft, Medizin/Wellness

Arbeitnehmer haben kaum Zeit für Kaffeepausen

Kurze Unterbrechungen wären eigentlich günstig für Produktivität


Schneller Kaffee: Die Zeit fehlt oft (Foto: Michael Grabscheit, pixelio.de)
Schneller Kaffee: Die Zeit fehlt oft (Foto: Michael Grabscheit, pixelio.de)

Evesham (pte003/02.10.2017/06:10) - Gut ein Viertel der europäischen Arbeitnehmer fühlt sich zu beschäftigt, um während der Arbeitszeit auch mal einen Kaffee zu trinken. Das hat eine vom Institute for Scientific Information on Coffee (ISIC) http://coffeeandhealth.org beauftragte YouGov-Umfrage ergeben. Ob es für Arbeitgeber wirklich gut ist, wenn Mitarbeiter derart eingespannt sind, scheint fraglich. Eine klare Mehrheit der Arbeitnehmer geht davon aus, dass kurze Kaffeepausen die eigene Produktivität steigern.

Viele haben Stress

Über 8.000 Arbeitnehmer in sechs Ländern hat YouGov http://yougov.com befragt, und nicht weniger als 68 Prozent trinken während der Arbeitszeit immer oder häufig Kaffee. Für 40 Prozent davon geht es dabei insbesondere auch um die kurze Pause, die damit verbunden ist. Eben dafür finden 29 Prozent der Arbeitnehmer aber offenbar gar keine Zeit, da sie einfach zu beschäftigt sind. "Das mag daran liegen, dass sie kaum Kontrolle über Arbeitsabläufe haben und unter Stress stehen", warnt James Chandler, Policy-Analyst der Work Foundation. Zudem legen OECD-Daten nahe, dass lange Arbeitszeiten nicht mit höherer Produktivität in Verbindung stehen.

Rund ein Zehntel der Umfrageteilnehmer gab sogar an, während der Arbeit überhaupt nie kurze Pausen zum Essen oder Trinken zu machen. Dabei sind 63 Prozent der Arbeitnehmer selbst der Ansicht, dass eben solche kurzen Pausen am ehesten die eigene Produktivität steigern. Der Befragung zufolge sehen sie dabei im Schnitt Kaffee am ehesten als Getränk, dass ihrer Produktivität auf die Sprünge hilft - mehr noch als andere koffeinhaltige oder koffeinfreie Getränke. Unter anderem gaben 29 Prozent der Kaffee-Trinker an, dass sie dadurch aufmerksamer oder weniger müde seien.

Getränk am Morgen

Weitgehend bestätigt hat die Umfrage das Image des Kaffees als Morgengetränk. In fünf der sechs erfassten Länder, darunter Deutschland, wird das Getränk am Arbeitsplatz vor allem zwischen neun und elf Uhr Vormittag konsumiert. Einzig die Finnen gönnen sich ihren Kaffee demnach eher um die Mittagszeit. Mehr als die Hälfte der Pendler, die unterwegs Kaffee trinken, sehen diesen als Aufwachhilfe, und 36 Prozent fühlen sich damit aufmerksamer. Eine derart aufmerksamkeitsfördernde Wirkung von Kaffee sei von der European Food Safety Authority als erwiesen erachtet, betont das ISIC.

(Ende)
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