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Fr, 11.08.2017 13:30
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pte20170811020 Politik/Recht, Umwelt/Energie

Umweltschutz stört Wirtschaftsleistung nicht

Strengere Auflagen reduzieren Schäden, aber nicht das BIP
Smog über LA: wirtschaftlich nicht notwendig (Foto: Gavin Smith, flickr.com)
Smog über LA: wirtschaftlich nicht notwendig (Foto: Gavin Smith, flickr.com)

Pittsburgh (pte020/11.08.2017/13:30) - Strengere Umweltauflagen reduzieren bei weiterer Urbanisierung die Luftverschmutzung, ohne sich negativ auf das BIP auszuwirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Carnegie Mellon University (CMU) http://cmu.edu . "Das hat tiefgreifende Implikationen für die aktuelle politische Debatte, die Umweltzeile und wirtschaftliche Ziele als unvereinbar hinstellt", meint Nicholas Muller, Professor an der CMU Tepper School of Business.

Umweltschutz schadet nicht

US-Präsident Donald Trump ist aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, da er um die amerikanische Wirtschaft fürchtet. Doch eben diese dürfte der CMU-Studie zufolge mit etwas Umweltschutz sehr gut klarkommen, ohne gleich an Leistung zu verlieren. Denn die Forscher haben abgeschätzt, wie sich Auflagen gegen Luftverschmutzung bei zunehmender Verstädterung auf die Wirtschaftsleistung auswirken. "Wir haben festgestellt, dass das Verhältnis von Urbanisierung (Bevölkerung) und Wirtschaftsleistung (BIP) nicht von der Umweltpolitik beeinflusst wird", so Muller.

Das Team hat für seine Analyse die jährlichen Daten der US-Umweltschutzbehörde EPA http://epa.gov zur Einhaltung der National Ambient Air Quality Standards (NAAQS) gegen Luftverschmutzung in einzelnen Landkreisen genutzt. Diese wurden mit Daten zur Umweltbelastung, Wirtschaftsleistung und Bevölkerung verglichen. "Wenn ein Landkreis NAAQS nicht einhält, bekommt er striktere Auflagen", erklärt Studien-Co-Autor Akshaya Jha. In betroffenen Landkreisen sind daraufhin verschmutzungsbedingte Schäden durch gesundheitliche Beeinträchtigungen gesunken. Das Wirtschaftswachstum dagegen blieb ungebremst.

Kluge Umweltpolitik hilft

"Durchdachte, aktiv durchgesetzte Umweltpolitik und wirtschaftliches Wachstum schließen sich gegenseitig nicht aus", betont also Muller. "Wir haben Belege gefunden, dass Umweltpolitik die Pro-Kopf-Emissionen in amerikanischen Städten signifikant reduziert, ohne das Pro-Kopf-BIP zu beeinträchtigen." Die Studienergebnisse legen also nahe, dass kluge Umweltpolitik Verschmutzung und ihre Folgen senken kann, ohne der Wirtschaft zu schaden. Angesichts der in den kommenden Jahren fortschreitenden Urbanisierung, wäre Amerika und der Welt damit wohl mehr geholfen als mit dem derzeitigen präsidialen Poltern.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
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