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pte20160906016 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Nanotechnologie effektiv im Kampf gegen Hautkrebs

Veränderungen im Erbgut von Gewebeproben werden schneller erkannt


Federbalken trägt Erkennungssequenz für gesuchte Mutation (Foto: unibas.ch)
Federbalken trägt Erkennungssequenz für gesuchte Mutation (Foto: unibas.ch)

Basel (pte016/06.09.2016/12:30) - Ein neues nanotechnologisches Verfahren weist Veränderungen im Erbgut von Gewebeproben schnell und einfach nach. Dies zeigen Forscher des Swiss Nanoscience Institute, der Universität Basel http://unibas.ch und des Universitätsspitals Basel in ersten klinischen Tests am Beispiel von Genmutationen bei Patienten mit schwarzem Hautkrebs. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nano Letters" veröffentlicht.

Nach Schätzungen der American Skin Cancer Foundation erkranken heute mehr Menschen an Hautkrebs als an Brust-, Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs zusammen. Zwar werden nur etwa fünf aller Hautkrebsarten dem schwarzen Hautkrebs zugeordnet, diese Fälle sind jedoch die gefährlichsten und können zum Tod führen. Etwa die Hälfte aller Patienten, die schwarzen Hautkrebs bekommen, weist eine bestimmte Erbgutveränderung auf. Es handelt sich dabei um eine Mutation des Gens BRAF, die zu einer unkontrollierten Vermehrung der Zellen führt.

Zuverlässige Identifikation wichtig

"Es ist daher unerlässlich, die Mutationen zuverlässig in Gewebeproben identifizieren zu können. Nur so können die Patienten richtig und erfolgreich behandelt werden", so Katharina Glatz vom Institut für Pathologie des Universitätsspitals Basel https://unispital-basel.ch . Jetzt wurden erstmalig Nanosensoren benutzt, um in Gewebeproben die Mutationen nachzuweisen. Hierzu wurden winzige Federbalken benutzt, die auf unterschiedliche Weise beschichtet wurden. Auf einigen befand sich eine Erkennungssequenz für die gesuchte Mutation.

Aus der Gewebeprobe der Patienten wurde Erbgut (RNA) isoliert und auf diese Federbalken aufgebracht. Ist die Erbgutveränderung vorhanden, bindet die RNA des Patienten an die Erkennungssequenz auf dem Federbalken. Aufgrund des entstehenden Oberflächenstresses verbiegt sich dieser, was sich messen lässt. Ist die Mutation nicht in der RNA-Probe enthalten, kommt es nicht zu der Verbiegung - nur eine spezifische Bindung führt also zu einem Signal. Der Vorteil des Einsatzes der Nano-Federbalken: Keine zeitaufwendigen Methoden sind nötig und nicht einmal ein Tag von der Entnahme der Biopsie bis zur Diagnose vergeht.

(Ende)
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