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pte20120612019 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen

Internet-Plattformen laufen Banken den Rang ab

Geldverleih-Services nicht ohne Risiko - Bessere Konditionen


Geldverleih: ohne Bank im Netz (Foto: pixelio.de, RainerSturm)
Geldverleih: ohne Bank im Netz (Foto: pixelio.de, RainerSturm)

London (pte019/12.06.2012/12:07) - Internetplattformen, die Kreditnehmer und -geber fernab von traditionellen Banken zusammenbringen, erfreuen sich steigender Beliebtheit, schreibt der Observer. Die althergebrachten Geldhäuser geben momentan ungern Geld aus der Hand, was diesen Trend noch verstärkt. Risikolos ist das Verleihen von Geld an Fremde oder Unternehmen nicht, bei Insolvenz bleiben die Online-Kreditgeber auf ihren Forderungen sitzen. Die Ausfallsraten sind aber überraschend gering und lassen die alten Banken schlecht aussehen. Da der Markt noch nicht reguliert ist, gibt es auch Scharlatane. Erste Gegenmaßnahmen werden eingeleitet.

Vertrauen der Staaten

"Banken haben auch als bloße Kreditvermittler angefangen. Regulierung und Institutionalisierung kamen erst später. Das Problem für kleine Anbieter ist das Vertrauen der Kunden. Kleine Summen werden den Plattformen vielleicht anvertraut, größere Beträge werden aber immer zur Bank gebracht, wo sie durch Einlagefonds gasichert sind", sagt Historiker Michael North, Autor von "Kleine Geschichte des Geldes" und Professor an der Universität Greifswald http://www.uni-greifswald.de , gegenüber pressetext.

In England bekommen Kreditplattformen gerade Rückenwind durch staatliche Unterstützung. Die Regierung hat angekündigt, Kleinunternehmen über alternative Kanäle, zu denen auch einige der Online-Anbieter gehören,100 Mio. Pfund zur Verfügung zu stellen. So sollen die Firmen trotz knauseriger Banken mit Kapital versorgt werden. "Es gibt eine Marktlücke für Kreditvergabe-Plattformen. Wenn sie auch noch vertrauenswürdige positive Beurteilungen erhalten, steigt das Vertrauen. Für die Liquidität und das Niveau der Anlagezinsen ist das positiv", so North.

Andy Haldane, Ececutive Director for Financial Stability bei der Bank of England, geht sogar so weit zu sagen, dass Kreditvergabeportale die Banken einst ersetzen könnten: "Momentan sind die Anbieter winzig. Aber das war Google vor zehn Jahren auch. Diese Portale können für den Kreditmarkt das sein, was eBay für Substandard-Produkte im Secondhand-Markt ist", so der hochrangige Banker. Unter den wenigen britischen Anbietern herrscht Euphorie über die offizielle Anerkennung. Zopa - ein Anbieter für Privatkredite - und Funding Circle, das sich auf Geld Kleinunternehmen spezialisiert hat, sind in Aufbruchsstimmung.

Höhere Zinsen

Durch die kleinen Organisationen und die fehlende Regulierung können Kreditvergabeportale weitaus bessere Konditionen bieten als Banken. Für einen Kredit über 5.000 Pfund mit drei Jahren Laufzeit erhält der Geldverleiher fünf bis 5,5 Prozent Zinsen, nach Gebühren. Die Kreditnehmer zahlen für einen solchen Kredit 7,3 Prozent. Die Ausfälle sind verschwindend gering. Bei Zopa sind in den vergangenen sieben Jahren nur 0,84 Prozent der Kredite - ein Volumen von 200 Mio. Pfund - ausgefallen. Bei traditionellen Banken beträgt diese Rate üblicherweise drei bis fünf Prozent.

Um einen Kredit zu erhalten, müssen sich auch die Kunden von Online-Plattformen einer Überprüfung unterziehen. Founding Circle beispielsweise prüft neben den Schuldnerdatenbanken auch Social-Media-Accounts, um Einblick in das Image eines Unternehmens zu erhalten. "So groß ist der Unterschied zu einer Bank hier gar nicht", sagt North.

Um auch andere Mindeststandards garantieren zu können, haben sich Zopa, Funding Circle und Ratesetter zur P2P Finance Association zusammengeschlossen. "Anfangs basieren neue Vergabemodelle meist auf Vertrauen, aber die Regulierung nimmt dann zu. Das hat auch einen Grund. Zu viele unregulierte Anbieter zerstören das Vertrauen der Kunden, das in diesem Geschäft essentiell ist", erklärt North.

Riskant bleibt die Kreditvergabe über eine Online-Plattform trotzdem. Im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Im Gegensatz zu Banken haben die Portale nämlich keine Verpflichtung, sich abzusichern. Einige Portale, etwa Quakle, sind innerhalb kürzester Zeit in den Konkurs geschlittert. Das Unternehmen hatte versucht, die Kreditwürdigkeit vom Schwarm prüfen zu lassen, was absolut nicht funktioniert hat.

(Ende)
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