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pte20120521002 Bildung/Karriere, Forschung/Entwicklung

Offene Büros eher Fluch als Segen

Mehr als die Hälfte beklagt mangelnde Privatsphäre


Privatsphäre: Mangel macht erfinderisch (Foto: pixelio.de, Christian Hilgers)
Privatsphäre: Mangel macht erfinderisch (Foto: pixelio.de, Christian Hilgers)

New York (pte002/21.05.2012/06:00) - Die Wände in den Büros fallen überall. Viele Mitarbeiter bauen sich daher immer öfter selbst neue Raumteiler aus Aktenschränken oder Büchern. Die neuen Wände bestehen einem Bericht der New York Times allerdings auch aus Kopfhörern. Das bestätigt auch Raj Udeshi, der in New York in einem N.Y.U.-Poly Business Incubator http://bit.ly/MxNO4n arbeitet. Manager und Sozialwissenschaftler beschäftigen sich mit dem leidigen Thema. Unternehmen bauen ihre Büros um. Das Ziel: Die Akustik soll verbessert werden und auch der Geräuschpegel.

Wissenschaftler untersuchen das Unglücklichsein und die geringere Produktivität von abgelenkten Mitarbeitern. Forscher der University of California http://berkeley.edu berichten nach einer umfangreichen Studie, dass sich mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in Büros über das geringe Maß an Privatsphäre beklagen. Das Team um John Goins befragte in den vergangenen zehn Jahren über 65.000 Personen in Nordamerika, Europa, Afrika und Australien.

Pink-Noise-Systeme helfen

Laut Goins mögen die Mitarbeiter die Akustik in offenen Büros nicht. Mittlerweile tragen auch Unternehmen diesen Erkenntnissen Rechnung. Als das Softwareunternehmen Autodesk http://autodesk.com vor drei Jahren in ein offenes Büro in Waltham eingezogen ist, wurde ein sogenanntes Pink-Noise-System installiert. Lautsprecher geben ein sanftes Rauschen ab, das wie eine Klimaanlage klingt. Es ist jedoch so ausgewählt, das es der Frequenz der menschlichen Stimme entspricht.

Das Unternehmen setzte das System drei Monate lang ein, ohne die Mitarbeiter darüber zu informieren. Eines Tages wurde es dann ausgeschaltet. "Wir waren überrascht, wie viele Mitarbeiter sich beschwert haben", so Facility-Manager Charles Rechtsteiner. "Die Mitarbeiter wussten nicht genau, was sich geändert hatte. Sie wussten nur, dass etwas nicht stimmte. Sie lenkten Gespräche ab, die in fast 20 Metern Entfernung geführt wurden. Ist das System aktiv, werden Gespräche in einer Entfernung von rund fünf Metern unverständlich."

Kommunikation wird oberflächlicher

Ursprünglich sollten offene Büros nicht nur Platz und Geld sparen, sondern auch die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern verbessern. Es zeigte sich jedoch, dass zu viel Kommunikation den genau gegenteiligen Effekt hatte: Einen Verlust der Privatsphäre und das dringende Bedürfnis, seinen Nachbar zu erwürgen. "Viele Studien haben gezeigt, dass Gespräche kürzer und oberflächlicher sind, da es den Menschen bewusst ist, das sie gehört werden", sagt Anne-Laure Fayard vom Polytechnic Institute der New York University http://poly.edu .

(Ende)
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