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pte20111202019 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Plüschroboter weckt bei Schlafapnoe

Experten lassen kein gutes Haar an japanischem Hightech-Kissen

Roboterkissen: Keine Lösung aus Sicht von Apnoe-Spezialisten (Foto: YouTube)
Roboterkissen: Keine Lösung aus Sicht von Apnoe-Spezialisten (Foto: YouTube)

Tokio/Solingen (pte019/02.12.2011/13:30) - Ein neues Hilfsmittel für Apnoe-Patienten haben japanische Forscher entwickelt. Ihr Roboterkissen im Teddy-Look registriert Schnarcher und Atemaussetzer des Benutzers und bringt diesen mittels eines Greifarms dazu, sich auf die Seite zu drehen oder aufzuwachen. Das Kuscheltier der Waseda Universität in Tokio http://waseda.jp wurde auf der internationalen Roboterausstellung IREX in Tokio präsentiert. Lungenfachärzte sehen in dem Konzept allerdings keine brauchbare Lösung für Betroffene der nächtlichen Atemstörung.

Anstupsen bei Schnarchen

Wesentliche Bestandteile des Kissens sind ein Mikrofon, das Atemgeräusche aufnimmt, und ein an den Finger geklemmter Sensor, der die Herzfrequenz sowie den Sauerstoffgehalt des Blutes misst. Die Daten werden von einem Computer ausgewertet, der wiederum einen Pfoten-ähnlichen Greifarm steuert. Wird der Schlaf unregelmäßig, wird der Arm aktiv und berührt den Schläfer so lange im Gesicht, bis sich dieser zur Seite dreht. Bei besonders starker Atemstörung wird das Kissen zum Wecker.

Unsinniger Wecker

"Kein sinnvoller Ansatz", so das Urteil des Schlaf- und Beatmungsspezialisten Winfried J. Randerath von der Klink Bethanien http://klinik-bethanien.de auf pressetext-Anfrage. Technische Anregungen zum Umdrehen beim Schnarchen, die Apnoiker sonst oft von ihrer genervten Ehefrau durch einen leichten Stoß erhalten, gibt es mehrere: Rückenlage-Verhinderungswesten, Tennisbälle im Bett oder spezielle Alarmgeräte. "Empfehlen kann man das meiste davon nicht, da die Wirkung ausbleibt. Zudem ist die Seitenlage nicht für alle Apnoe-Patienten eine Lösung."

Starke Kritik des Lungenmediziners erntet jedoch besonders die Weckfunktion des Plüschroboters. "Wen bei Atemaussetzern im Schlaf der Sauerstoff sinkt und das Stresshormonniveau steigt, löst das Gehirn eine meist unbewusste Arousal-Weckreaktion aus, die zur Schläfrigkeit am Folgetag führt. Eine Maschine kann vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt wecken und dadurch Aussetzer früher beenden, die Schlafunterbrechung bleibt dabei aber dieselbe", so Randerath.

Besser Atemwege weiten

Weitaus besser für Schlaf und Gesundheit sei es, die Ursache von Apnoe zu behandeln - also in der Regel zu dünne oder verengte Atemwege, die etwa bei Übergewichtigen häufig sind. Die Standard-Methode zur Weitung ist eine Nasenmaske, die den Luftstrom bei Bedarf verstärkt, sowie in leichteren Fällen auch eine vom Zahnarzt eingesetzte Unterkieferschiene. "Eine Operation im HNO-Bereich ist nicht immer zielführend. Bei vergrößerten Mandeln wirkt sie günstig, in der Nase eher nicht", erklärt der Experte.



(Ende)
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