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pte20110711018 Sport/Events, Bildung/Karriere

Sport lässt besser mit Aggressionen umgehen

Psychologe: Gleicher Sozialisationseffekt auch bei anderen Tätigkeiten


Basketballkorb: Sport kann Aggressionen abbauen (Foto: pixelio.de/Dieter)
Basketballkorb: Sport kann Aggressionen abbauen (Foto: pixelio.de/Dieter)

Tel Aviv/Heidelberg (pte018/11.07.2011/13:59) - Regelmäßiger Sport kann dabei helfen, mit Aggressionen besser umzugehen. Das behaupten Forscher der Universität Tel Aviv http://www.tau.ac.il in einer Studie. Selbstkontrolle und -disziplin steigen mit Team- und Kampfsport, so die Wissenschaftler. "Der Schlüssel für die positivere Bewältigung von Aggressionen dürfte jedoch darin liegen, dass Schüler etwas machen, was sie gerne tun. Widmen sie sich einer Tätigkeit, die sie begeistert, sind Verhaltensauffälligkeiten unwahrscheinlicher", so Forschungsleiterin Keren Shahar

Selbstreflexion und Geduld

Die Forscher beobachteten 649 Schüler aus schwierigen Verhältnissen, die ein halbes Jahr lang in ihrer Freizeit ein ausgedehntes Sportprogramm erhielten. Dreimal pro Woche stand Fuß- und Basketball auf dem Programm, zweimal Kampfsportarten wie etwa Judo oder Karate. Evaluiert wurde die Maßnahme durch Fragebögen am Anfang und Ende, bei denen es um Selbstbeobachtung, Problemlösung und Geduld ging - Fähigkeiten, aus denen die Forscher auf den Umgang mit Aggressionen rückschlossen. Diese Werte besserten sich im Laufe der Beobachtungszeit, besonders bei Buben.

Kritisch sieht der Heidelberger Sportpsychologe Thomas Teubel http://www.issw.uni-heidelberg.de die Ergebnisse. "Für die alte Idee, dass man Kinder am besten im Sport zu 'besseren' Menschen erziehen kann - etwa über Ehrgeiz, Teamfähigkeit und Selbstkontrolle - gibt es wenige empirische Nachweise. Die Sozialisationseffekte, die Sport bewirken kann, findet man auch anderswo - etwa in der Musik oder bereits beim Treffen im Park", so der Experte gegenüber pressetext. Die Vorstellung, dass Sport angestaute Aggressionen entlädt, gelte im besten Fall für einen kurzen Zeitraum.

Alternativen zum Zuschlagen

Während die aggressive Veranlagung eines Menschen nur sehr schwer veränderbar ist, so gilt dies jedoch durchaus für die Reizbarkeit, betont der Psychologe. Hier sei es zielführend, derartige Impulse möglichst früh zu erkennen und abzubauen. "Bei Schülern kann es zielführend sein, für das Thema zu sensibilisieren und die Selbstreflexion zu vermitteln. Aggressionen als Absicht, andere zu schädigen, entsteht oft dadurch, dass die Betroffenen keine anderen Konfliktlösungen kennen. Hier hilft es, alternative, nicht-aggressive Verhaltensformen zu vermitteln", so Teubel.

(Ende)
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Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
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