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pte20061004002 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation

Digitale Videoüberwachung umstritten, aber hilfreich

IBM entwickelt System für hochsichere 3D-Gesichtserkennung


Moderne Gesichtserkennung hat nur mit jedem Tausensten Probleme.
Moderne Gesichtserkennung hat nur mit jedem Tausensten Probleme.

Wien (pte002/04.10.2006/06:15) - Digitale Videoüberwachung ist auf politischer Ebene ein Reizthema und schwer umstritten. "Auf der technischen Seite sind die Systeme allerdings sehr ausgereift und können in einer Vielzahl von Einsatzgebieten angewendet werden", erklärt Erik-Karl Tupy, Leiter der IBM-Abteilung Digital Video Surveillance (DVS) http://www.ibm.com . "Durch die Digitalisierung kann Videoüberwachung effektiver und einfacher ein- und umgesetzt werden, als dies mit analogen Lösungen der Fall war", erläutert Tupy im Gespräch mit pressetext. In Wien wurde gestern, Dienstag, mit einem System für die 3D-Gesichtserkennung das aktuellste IBM-Produkt auf diesem Bereich vorgestellt.

Im Gegensatz zur analogen Videoüberwachung, die sehr viel technisches Equipment - wie Recorder, Switch, Multiplexer - erforderte und die Analyse immer manuell erfolgen musste, sind nach der Digitalisierung der Systeme lediglich Kameras und ein entsprechendes Netz notwendig. Moderne Systeme liefern eine konstant gute Bildqualität, bieten eine Trennung vom Aufnahme- und Speicherort und erleichtern das Suchen und Finden von Bildern. Zudem sind sie kostengünstig umsetzbar, denn eventuell vorhandene Analogkameras können weiterverwendet werden, indem das Bild digitalisiert wird. Als Übertragungsnetz wird das bereits installierte IP-Netz genutzt. "Ab dann geschehen alle Prozesse auf einem Server, einschließlich der Speicherung und Auswertung der Bilder", erläutert Tupy.

Für Tupy ist Überwachung die Reaktion auf Bedrohungsszenarien. Für Unternehmen gilt die Wirtschaftsspionage als potenzielle Bedrohung. Mit Videoüberwachung können verdächtige Situationen im Unternehmen erfasst werden. Der Schritt zur Digitalisierung bringt ein mehr an Sicherheit durch automatisierte Abläufe. "Bei analoger Überwachung bringen mehr Kameras nicht automatisch mehr Sicherheit, denn der Wachmann muss nun die doppelte Anzahl an Monitoren im Auge behalten. Die Konzentration fällt nach 22 Minuten auf fünf Prozent ab", führt Tupy aus. Bei der digitalen Überwachung übernimmt der Computer die Wahrnehmung sowie die Aus- und Bewertung. So könne die Konzentration des Wachpersonals allein auf verdächtige Situationen fokussiert und somit eine Erhöhung der Sicherheit erreicht werden.

Ein Anwendungsgebiet abseits der Zutrittskontrolle ist die Überwachung von Orten und Plätzen. Die aufgenommenen Bilder werden auf bestimmte Auffälligkeiten analysiert. So können Überfälle, Raufereien, Dealen oder das Herumlungern automatisch erkannt werden. "Die definierten Abläufe lassen das System sogar einen Graffiti-Sprayer erkennen. Die typischen Bewegungen beim Schütteln der Dose oder die ausholenden Bewegungen beim Schreiben an der Wand lassen derartige Verunstaltungen einfach erkennen", schildert Tupy. Einsatzgebiete finden sich auch in der Marktforschung. Personengruppen vor Schaufenstern oder vor TV-Geräten mit Werbefilmen in Geschäften können durch die Videoaufzeichnung analysiert werden. So wird auf die Wirksamkeit der Werbebotschaften oder auf die optimale Anordnung von Ausstellungsstücken in Vitrinen geschlossen. "Dabei geht es nicht darum, die Menschen zu überwachen, sondern nur ihr Verhalten zu beobachten", so Tupy.

Auf der Suche nach einem hochsicheren und für den Anwender schnellen Zutrittssystem entwickelten die IBM-Techniker ein System zur dreidimensionalen Gesichtserkennung. "Unsere Systeme sind in der Lage einzelne Gesichter zu erkennen, indem sie mit gespeicherten Profilen in der Datenbank verglichen werden. Das System arbeitet mit einer Fehlerrate von 0,001 Prozent, was bedeutet, dass lediglich einer unter Tausend nicht erkannt und damit abgewiesen wird. Das System braucht zur Erkennung zudem weniger als eine Sekunde. Dadurch wird die Kontrolle nicht zur Belastung der Mitarbeiter, die die Zone mehrmals täglich passieren", erklärt Tupy. Gefüttert wird die Datenbank innerhalb kürzester Zeit, indem das Gesicht mit Infrarot abgefilmt und auf ein Raster gelegt wird. Die einzelnen Rasterpunkte werden gespeichert und als Vektoren in Beziehung zueinander gesetzt, um die Kurven und Krümmungen des Gesichts mit ein zu beziehen.

Als Einsatzgebiet sieht Tupy nicht nur große Unternehmen, sonder auch in Geschäften zum Erkennen der Kunden. "Das System erkenne eine Person beim Betreten des Geschäfts sofort als VIP-Kunden und teilt dies dem Verkäufer mit. Zusätzlich können auch bevorzugte Marken sowie weitere Daten zur Verfügung gestellt werden, die dem Verkäufer bei der Betreuung des Kunden unterstützen.

(Ende)
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