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pte20040729030 Technologie/Digitalisierung, Produkte/Innovationen

Preismanipulation durch RFID-Technologie

Neues Software-Tool gefährdet Warenkennzeichnung


Hildesheim (pte030/29.07.2004/14:17) - Neue Technologien ermöglichen es Hackern die auf Radio-Frequency- Identification-Chips (RFID) gespeicherten Daten zu manipulieren. Bedrohte die RFID-Technologie bisweilen die Privatsicherheit der Konsumenten, so könnten nun auch Geschäfte darunter leiden, meint Lukas Grunwald, Berater des deutschen Security-Anbieters DN-Systems http://www.dn-systems.de . Kostengünstige RFID-Etiketten werden von vielen Verkäufern zur Kennzeichnung ihrer Waren eingesetzt. Produktinformationen und Preise könnten durch das neue Software-Tool RFDump sehr leicht verändert werden, berichtete, heute Donnerstag der Branchendienst Cnet http://www.news.com .

Das Lesen und Überschreiben von RFID-Codes wird durch RFDump entscheidend erleichtert.
Das System kann auch auf kleinen tragbaren Geräten eingesetzt werden. Hacker können damit ohne weiteres hohe Preise löschen und stattdessen den Code einer billigeren Waren speichern. Durch ein willkürliches Vertauschen von Produktdaten könnte außerdem ein regelrechtes Chaos ausgelöst werden. Hinzu kommt das RFDump Minderjährigen helfen kann Altersbeschränkungen zu umgehen.

Eine Verschlüsselung der Produktdaten könnte Geschäfte vor Betrügern schützen. Allerdings sind nur wenige RFID-Chips in der Lage verschlüsselte Informationen zu speichern. "Außerdem zählen RFID-Ettiketten mit diesen Fähigkeiten zu den teuersten auf dem Markt und sind nichts, was man einfach auf einer Käsepackung anbringt", meint RFDump-Mitentwickler Grunwald. Datenbanken, die Produkte anhand von unveränderlichen RFID-Codes speichern, könnten die Sicherheitsprobleme allerdings lösen.

Laut Grunwald kann die RFDump Software aber auch für einen besseren Schutz der Privatsphäre von Konsumenten sorgen. Nach dem Verlassen eines Geschäftes können sämtliche Produktinformationen auf RFID-Etiketten gelöscht werden. Damit wird verhindert, dass RFID-Kontrollstellen ausspionieren, welche Produkte ein Konsument bei sich trägt und wo er sie gekauft hat.

(Ende)
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