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pte20081127037 Umwelt/Energie, Unternehmen/Wirtschaft

Autobauer verschweigen Anlegern Geschäftsrisiken

Wettbewerbsfaktor Klimawandel wird in Berichten unzureichend berücksichtigt


Autokonzerne nehmen Eigenverantwortung nicht ausreichend wahr (Foto: pixelio.de, Gerd Altmann)
Autokonzerne nehmen Eigenverantwortung nicht ausreichend wahr (Foto: pixelio.de, Gerd Altmann)

Bonn (pte037/27.11.2008/16:34) - Europäische Automobilkonzerne verschweigen ihren Anlegern wesentliche Angaben über Geschäftsrisiken. So lautet das vernichtende Urteil einer Untersuchung durch die Umweltorganisation Germanwatch http://www.germanwatch.org zu geschäftsrelevanten Risiken des Klimawandels. Für die Autobauer bedeutende Wettbewerbsfaktoren wie der CO2-Ausstoß oder die Treibstoffeffizienz ihrer Modelle würden in den Geschäftsberichten der Unternehmen nur unzureichend kommuniziert. Dass der Klimawandel selbst als risikobehafteter Wettbewerbsfaktor für die Branche zu betrachten ist, zeige die derzeitige Entwicklung im Markt.

"Die Automobilkonzerne kommen ihrer Eigenverantwortung nicht in dem Ausmaß und Tempo nach als notwendig wäre", erklärt Kristin Gerber, Referentin für Klima und Finanzmarkt bei Germanwatch, im Gespräch mit pressetext. So blieben etwa die nötigen Investitionen in den Bereich Klimaschutz noch aus. Zwar beteilige sich eine Reihe an Herstellern mit Spritsparmodellen sowie entsprechenden Werbe- und Imagekampagnen am grünen Trend. "Dies betrifft jedoch in den meisten Fällen ausschließlich kleine Segmente. Das Geld wird nach wie vor mit großen Modellen und Spritfressern wie SUVs gemacht", so die Expertin.

Dabei biete der Klimawandel derzeit große Chancen für die Hersteller, sofern diese sich rechtzeitig und nachhaltig als grüne Konzerne positionieren. "Gerade jetzt gäbe es viele Möglichkeiten für Unternehmen - auch abseits der Automobilbranche - sich neu auszurichten. Dazu müssten sie etwa auf gesetzliche Initiativen rechtzeitig reagieren", sagt Gerber. So werde der Erfolg der Konzerne zunehmend durch Klimaschutzregulierungen wie den bevorstehenden Beschluss zur Schadstoffbegrenzung des europäischen Automobilsektors bestimmt. Allerdings bestehe angesichts des derzeit niedrigen Ölpreises die Gefahr, dass die Konzerne die Entwicklung übersehen und ihre bisherige Strategie beibehalten.

"In der Meinung, dass der Klimawandel in jedem Fall einen Wettbewerbsfaktor für die Automobilbranche darstellt, sind sich nicht nur Umweltschutzorganisationen, sondern auch Finanzanalysten einig", meint Gerber gegenüber pressetext. Von den Turbulenzen im Automarkt und der einbrechenden Nachfrage seien vornehmlich jene Segmente betroffen, die einen hohen Spritverbrauch aufweisen. Anleger seien dabei nicht ausreichend informiert worden, um derartige Risiken bei der Anlageentscheidung adäquat berücksichtigen zu können. "Die Lageberichte aller großen europäischen Automobilkonzerne des Jahres 2007 sind noch immer nicht auf der Höhe der gesetzlichen Anforderungen an die Transparenzpflicht", schreibt Germanwatch. Entsprechend würden Anleger in den Geschäftsberichten nicht angemessen auf die klima- und ölpreisbedingten Risiken ihrer Investments hingewiesen.

(Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
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