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pte20080821023 Unternehmen/Wirtschaft, Auto/Verkehr

Deutsche Bahn will mit Rumänien börsenfit werden

Zukauf soll Unternehmen für künftige Aktionäre interessant machen


Deutsche Bahn will Expansionskurs fortsetzen (Foto: Deutsche Bahn)
Deutsche Bahn will Expansionskurs fortsetzen (Foto: Deutsche Bahn)

Hamburg/Bukarest/München (pte023/21.08.2008/13:55) - Die Deutsche Bahn http://www.deutsche-bahn.de will kurz vor ihrem geplanten Börsengang Ende Oktober in Rumänien die führende Spedition Romtrans übernehmen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Donnerstag, unter Berufung auf Verhandlungskreise beider Seiten berichtet, soll der Kaufpreis zwischen 80 und 100 Mio. Euro liegen. Dem Bericht nach sollen detailliertere Informationen schon in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. "Die Deutsche Bahn hat, was Expansionen betrifft, ihre Fühler bereits in viele Richtungen ausgestreckt. Wenn man überlegt, in Rumänien hinzuzukaufen, kann ich mir vorstellen, dass sich dies positiv auf die spätere Aktienkursentwicklung auswirkt", sagt Karl-Peter Naumann, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn http://www.pro-bahn.de , gegenüber pressetext.

Diese Einschätzung scheint plausibel zu sein, schließlich beabsichtigt die DB-Konzernsparte Mobility Logistics (DB ML) zu 24,9 Prozent auf das Aktienparkett zu treten. Als wichtigen Bestandteil der Börsengeschichte sehen Bahnexperten die Wachstumsperspektiven in der Speditions- und Logistiksparte, dem mit Abstand größten Umsatzträger der DB ML. Mit dem möglichen Kauf des ehemaligen rumänischen Staatsbetriebs, der mittlerweile bereits seit über 14 Jahren privatisiert ist, sollen ehrgeizige Ziele umgesetzt werden. Obwohl Romtrans nicht sonderlich profitabel ist, sprechen Eckdaten des Unternehmens für einen strategischen Kauf durch die Deutsche Bahn. Eigenen Angaben nach hatte der Übernahmekandidat 2007 rund 78 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, beschäftigt derzeit 1.300 Mitarbeiter und befindet sich noch im Besitz von rumänischen Privatleuten.

Neben dem Problem der Profitabilität Romtrans trägt das Unternehmen zudem nach wie vor Altlasten wie viele nicht mehr benötigte Grundstücke und Reparaturwerkstätten mit sich herum. Da DB-ML-Logistikvorstand Norbert Bensel vorrangig an der Spedition, dem Logistiknetzwerk, dem kombinierten Transport mit der Bahn sowie dem Hafenbetrieb am Schwarzen Meer interessiert ist, dürften demnach zahlreiche Immobilien nach der Übernahme Romtrans abgespalten werden. "Kommt es tatsächlich zu einer Übernahme, dann wäre dies ein Zeichen dafür, dass das Management der Deutschen Bahn seine Expansionsstrategie zügig weiterverfolgt. Schließlich strebt man danach, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr neue Kunden hinzuzugewinnen", unterstreicht Naumann auf Nachfrage von pressetext. Für die erst Anfang Juni dieses Jahres neu gegründete DB ML wäre dies die erste Akquisition.

Die Einschätzung Naumanns bestätigt sich mit Blick auf den erst 2007 abgeschlossenen Kauf des Spediteurs Spain-Tir. Der bezahlte Preis für das Unternehmen belief sich damals auf rund 143 Mio. Euro - und dies, bei einem Jahresumsatz von etwa 180 Mio. Euro. Dennoch spürt auch die DB ML die Abkühlung der Weltwirtschaft. So geraten die Erträge auch wegen der Kostensteigerungen im Energie- und Personalbereich zunehmend unter Druck. Die Bilanz spiegelt dies wieder. Bereits in den ersten sechs Monaten 2008 musste das Speditions- und Logistikgeschäft einen Ertragseinbruch von 8,2 Prozent verkraften. Der Schienengüterverkehr dagegen konnte leichte Steigerungen verzeichnen. Während Naumann den Börsengang der Deutschen Bahn im Gespräch mit pressetext als "ein bisschen dürftig" bezeichnet, kritisiert der Experte aber auch das fehlende konzeptionelle Arbeiten seitens der Bundesrepublik.

(Ende)
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