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pte20080410032 Unternehmen/Wirtschaft, Auto/Verkehr

Boeing: Mrd.-schwere Konventionalstrafen drohen

Zuliefererprobleme strapazieren Geduld bei Dreamliner-Kunden


Airlines erhöhen den Druck (Foto: boeing.com)
Airlines erhöhen den Druck (Foto: boeing.com)

Chicago/Frankfurt am Main (pte032/10.04.2008/13:55) - Dem US-Flugzeughersteller Boeing http://www.boeing.com drohen wegen der verzögerten Dreamliner-Auslieferung mehrere Mrd. Dollar an Konventionalstrafen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Donnerstag, berichtet, haben internationale Fluggesellschaften angekündigt, wegen der Verzögerungen hohe Entschädigungszahlungen zu verlangen. Den Anfang macht dabei die derzeit zu 76 Prozent in Staatsbesitz befindliche Air New Zealand http://www.airnewzealand.com . Der Konzern pocht auf die Zustellung von acht Boeing-Maschinen des neuen Typs, da diese mit einer ersten Auslieferung für Ende 2010 avisiert waren. "Auf der einen Seite gibt es zwar rechtlich fixierte Gleitzeiten, dennoch ist der Vertrag letztlich maßgebend. Insofern sind die Forderungen durchaus berechtigt", sagt Eerik Budarz, Analyst beim Bankhaus Metzler http://www.metzler.com , im Gespräch mit pressetext.

Da sich dieser Termin laut Boeing jedoch nicht einhalten lassen werde, müsse sich die Air New Zealand um rund ein Jahr gedulden. So verschiebe sich der ursprüngliche Termin auf frühestens Anfang 2012, so Boeing. "Natürlich sind wir enttäuscht, vor allem im Zeitalter hoher Flugbenzinpreise", sagte Air-New-Zealand-Finanzdirektor Rob McDonald in einer ersten Reaktion auf die Auslieferungsprobleme. Laut dem Manager läge das Problem darin, dass die erheblichen Einsparungen, die das Flugzeug bietet, nicht so früh genutzt werden können, wie dies das Unternehmen erwartet und für das eigene Geschäft kalkuliert hatte. "Diese Argumentation verstehe ich, da sie unternehmerisch nachvollziehbar ist. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass auch Airbus massiv mit Verzögerungen kämpft", so Budarz weiter.

Bereits am Mittwoch musste der US-Hersteller in Seattle die dritte Lieferverzögerung beim Dreamliner in nur sechs Monaten eingestehen. Boeing zufolge gibt es massive Probleme mit den Zulieferern. "Dies ist derzeit kein Einzelphänomen, sondern eher die Regel, unter der die gesamte Branche leidet. Da die Produktion von über 70 Prozent von Zulieferern bestimmt ist, führt dies schnell zu einer organisatorischen Verwirrung. Dies lässt sich sowohl bei Boeing als auch bei Airbus erkennen", meint Budarz auf Nachfrage von pressetext. Kurz nach der Ankündigung Boeings reagierten die beiden großen japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways http://www.anaskyweb.com und Japan Airlines http://www.jal.co.jp und drohen mit dem Einklagen von Entschädigungszahlungen. Unterdessen wurde bekannt, dass auch Air India Ansprüche geltend machen will.

Insider sehen die Kosten für die Konventionalstrafen oder Zusatzrabatte wegen der vielen Kunden in die Höhe schnellen. Hinzu kommt, dass die 787 neben der Boeing 892 einer der bestverkauftesten Flugzeugtypen weltweit ist und die Nachfrage dementsprechend hoch ausfällt. Zum Listenpreis würden die knapp 900 Jets rund 155 Mrd. Dollar kosten, wobei die tatsächlich gezahlten Preise meist deutlich darunter liegen. Wegen der Zulieferprobleme wird der erste Dreamliner erst im dritten Quartal 2009 ausgeliefert werden. Ursprünglich war geplant, dass dies schon im Mai der Fall sein sollte. Damit summieren sich die Verzögerungen bei Boeing mittlerweile auf rund anderthalb Jahre.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
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E-Mail: fuegemann@pressetext.com
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