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pte20070326032 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Die Erde war kein Schneeball

Klimaschwankungen widerlegen Eiszeit-Theorie


Forscher widersprechen Schneeball-Theorie (Foto: www3.imperial.ac.uk)
Forscher widersprechen Schneeball-Theorie (Foto: www3.imperial.ac.uk)

London (pte032/26.03.2007/13:55) - In der Spätphase des Proterozoikums vor mehr als 544 Mio. Jahren erlebte die Erde zwar eine schwere Eiszeit - komplett zugefroren war sie aber vermutlich nicht. Wie ein englisch-schweizerisches Forscherteam in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Geology http://www.gsajournals.org berichtet, seien vor allem Teile des tropischen Ozeans eisfrei geblieben. Die Forschungsergebnisse widersprechen einer wissenschaftlichen Theorie, wonach die Erde gegen Ende des Proterozoikums vom Weltall aus einem Schneeball geglichen habe müsse, weil ihre gesamte Oberfläche zugefroren gewesen sei. "Dennoch liefert uns die Analyse solcher starken Klimaveränderungen in der Vergangenheit den Schlüssel, um die Funktionsweise unseres Klimasystems unter extremen Bedingungen zu verstehen", sagt Studienautor Philipp Allen vom Imperial College London http://www3.imperial.ac.uk auf Nachfrage von pressetext.

Die Forscher untersuchten die chemische Verwitterung sedimentären Felsgesteins der Huqf Supergruppe im Norden des Omans. Dabei bestimmten sie den chemischen Index der Alteration, mit dessen Hilfe die Wissenschaftler Klimaänderungen nachwiesen. Die Höhe des Indizes variierte stark. Extrem kalte und mildere Phasen hätten sich demnach abgewechselt, folgern die Forscher in ihrem Artikel. Die Erde sie deshalb niemals vollständig vereist gewesen, es habe weiterhin eisfreie Meeresbereiche gegeben. "Wäre die Erde komplett zugefroren gewesen, hätte es diese Klimazyklen nicht gegeben", sagt Allen. "Die Erde hätte sich in eine trostlose Eislandschaft verwandelt, weil eine Verdunstung fast unmöglich gewesen wäre." Einmal zugefroren wären die klimatischen Bedingungen zum Tauen des Eises kaum zu erreichen gewesen. "Unsere Ergebnisse zeigen aber, dass es Klimaschwankungen gegeben hat", so Allen. Die Erde sei deshalb kein Schneeball gewesen.

Die Studie liefere wichtige Ergebnisse für aktuelle Klimamodelle. "Das Wissen über Klimaveränderungen in der Vergangenheit ist die wissenschaftliche Grundlage um zu verstehen, wie das Klimasystem unter extremen Bedingungen arbeitet," sagt Allen. "Ebenso wichtig wäre es, zu verstehen, warum Teile des Meeres in den Tropen eisfrei bleiben konnten: Wie konnte das Eis den Tropen so nahe kommen ohne sie letzt endlich zu erreichen?" Hätte sich die Eisdecke komplett geschlossen, wäre die Evolution möglicherweise einen anderen Weg gegangen. "Wie die Erde einem solchen Klimadesaster so knapp entkommen konnte bleibt deshalb eine wichtige Frage: Auch wenn ich nicht an die Schneeball-Theorie glaube - die klimatischen Bedingungen während des späten Proterozoikums müssen extrem gewesen sein."

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Christoph Marty
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