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pts20261014010 in Leben

Wenn die Maschine Farbe bekennt: REX|LAB druckt auf 30. ARTfair Innsbruck live zwischen Algorithmus und Zufall

Universität Innsbruck macht "robotische Fertigung" zur Bühne – jedes Werk entsteht vor Publikum


Innsbruck (pts010/14.10.2026/09:10)

Auf der 30. ARTfair Innsbruck wird nicht nur ausgestellt, sondern auch aktiv Kunst produziert. Und wie es zum aktuellen Trend passt – von einem Roboter. Das REX|LAB der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Marjan Colletti holt einen Roboter in die Olympiaworld, der digitale Entwurfsdaten unmittelbar in physische Form übersetzt – Schicht für Schicht, vor den Augen des Publikums. Was eben noch Datensatz war, steht wenig später als Objekt im Raum. Die Werkbank wird zum Exponat, der Entstehungsprozess zur eigentlichen Ausstellung. Täglich live auf der Messe zu bestaunen. www.artfair-innsbruck.com

Kontrolle trifft Eigensinn

Im Zentrum steht die robotische additive Fertigung, genauer das Fused Deposition Modeling (FDM). Strukturen, Muster und Formen werden algorithmisch entwickelt und anschließend Lage um Lage aufgebaut. Hier prallen zwei Welten aufeinander: die millimetergenaue digitale Steuerung und ein Material, das sich nicht restlos diktieren lässt. Genau dort setzt die künstlerische Untersuchung an. Wie weit lassen sich Maschine, Material und Form beherrschen? Und was geschieht, wenn man ihre Eigenlogiken nicht als Störfaktor bekämpft, sondern bewusst als gestalterischen Parameter einsetzt?

Farbe, die erst im Prozess entsteht

Besondere Aufmerksamkeit gilt Farbkombinationen und fließenden Farbübergängen, die nicht vorab festgelegt, sondern unmittelbar während des Drucks geboren werden. Jedes Stück entwickelt dadurch seine eigene materielle und chromatische Identität. Das Paradox ist gewollt: Aus einer Maschine, die für Wiederholung gebaut ist, kommen Unikate.

Labor statt Vitrine

Das REX|LAB versteht sich als experimentelles Labor an der Schnittstelle von Architektur, Kunst, Robotik, digitaler Fabrikation und Materialforschung. Die live auf der ARTfair produzierten Arbeiten machen diesen Ansatz unmittelbar erfahrbar. Additive Fertigung erscheint hier nicht als bloße Herstellungstechnik, sondern als eigenständiges gestalterisches und künstlerisches Medium. Algorithmus, Maschine und Material treten als aktive Akteure eines offenen Produktionsprozesses auf – dessen Ergebnis vor Ort entsteht und sofort Teil der Ausstellung wird. Wer zusieht, erlebt nicht das fertige Werk, sondern den Moment, in dem es zum Werk wird.

Factbox

30. ARTfair Innsbruck

Termin
23. bis 25. Oktober 2026 - Olympiaworld Innsbruck | mehr als 20 Nationen | Szenebilder Kunstmesse: www.artfair-innsbruck.com/pressebereich

Location
Olympiaworld, Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck, Austria. Tel.: +43 (0)512 567101

Veranstalterin
PEFA FINE ART Ltd, Niederlassung Österreich – Johanna Penz. Gutenbergstraße 3, 6020 Innsbruck, Austria. Tel.: +43 (0)512 567101. E-Mail: office@artfair-innsbruck.com. Web: www.artfair-innsbruck.com

(Ende)
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