Der Missbrauchsfall von Amstetten hat eine breite Diskussion über Ethik und Selbstkontrolle innerhalb der Medienbranche entfacht. Die Würde des Menschen und sein Privatleben müssten besser geschützt werden. Es könne nicht sein, dass Medienvertreter auf der Suche nach einer Sensationsgeschichte ihren Ethik-Kodex einfach über Board werfen, so die Vorwürfe. "Wir haben es hier mit einer professionellen Verfremdung des Journalismus zu tun. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf ähnliche Verhältnisse zusteuern, wie sie bereits in Großbritannien vorherrschen", warnt Peter Vitouch, Medienpsychologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien im pressetext-Interview. Die beinharte Konkurrenz am Mediensektor habe in Verbindung mit einer generell zu beobachtenden Entwicklung hin zur Ellenbogengesellschaft die Selbstkritik der Medien zunehmend aufgeweicht. Meldung im Detail