Zebrafinken: Wissen um "Liebeshormon" dient Autismusforschung
Oxytocin entscheidend für Gesangskunde - Soziales Lernen auf Menschen übertragbar
Atlanta (pte019/16.05.2023/10:30)
Oxytocin, das so genannte Liebeshormon, spielt eine Schlüsselrolle beim Gesangslernen junger Zebrafinken, wenn diese ältere Vögel imitieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Emory University. Laut der Erstautorin Natalie Pilgeram zeigte sich, dass dieses Liebes- und Belohnungshormon speziell bei männlichen Exemplaren ab sehr jungem Alter beim Erlernen des Singens entscheidend ist. Damit gibt es neue Erkenntnisse in der Neurochemie des sozialen Lernens, die Einfluss auf die Forschung zum Sprachlernen bei anderen Tieren und Menschen, speziell bei Autisten, nehmen können.
Laut der Seniorautorin Donna Maney weisen die Studienergebnisse darauf hin, dass die Neurochemie früher sozialer Bindungen, speziell beim Spracherwerb, in der Autismusforschung von Bedeutung sein könnte. Junge männliche Zebrafinken lernen zu singen, indem sie einem erwachsenen männlichen Lehrer zuhören. Sie suchen sich dabei den Vogel aus, dem sie zuhören wollen. Dabei handelt es sich normalerweise um ihren biologischen Vater oder einen Stiefvater, der sie füttert. Dieser soziale Vorgang ähnelt der Art und Weise, wie auch Kinder das Sprechen lernen. Damit werden die Vögel zum Labormodell für neurale Grundlagen des sozialen stimmlichen Lernens.
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