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Xliquid: Neuer antimikrobieller Wirkstoff zur Desinfektion und Konservierung

Neuer Biozid-Wirkstoff hochwirksam und zugleich besser verträglich für Gesundheit und Natur


Wien (pts028/07.09.2022/14:45) -

Das Wiener Unternehmen Marwian GmbH hat mit Xliquid einen neuartigen Wirkstoff für den Einsatz in Desinfektionsmitteln und zur Konservierung entwickelt, welcher sich durch eine Kombination mehrerer Vorteile gegenüber bisher verwendeten Wirksubstanzen auszeichnet. So vereint Xliquid eine ausgezeichnete antimikrobielle Wirksamkeit gegen behüllte Viren (z.B. Coronaviren), Bakterien (z.B. MRSA, besser bekannt als Krankenhauskeim), Pilze, Hefen und Algen mit einem anwendungsfreundlichen toxikologischen Profil. Das heißt, der auf Guanidin basierende Wirkstoff ist laut Studien weder karzinogen noch mutagen noch reproduktionstoxisch und wirkt sich nicht auf den Hormonhaushalt aus. Zudem ist er nicht entflammbar, leicht lagerbar, lange haltbar und biologisch abbaubar. So die wichtigsten Ergebnisse von rund 40 durchgeführten Studien durch Eurofins und das Fraunhofer Institut.

Nach der erwarteten Zulassung des Wirkstoffes zum Einsatz in Desinfektionsmitteln und zur Konservierung von technischen Produkten und Prozesswässern durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird Xliquid plangemäß 2023 am Markt erhältlich sein.

"Die Biozidprodukte-Verordnung gibt immer strengere Vorgaben für den Einsatz von Biozid-Wirkstoffen vor. Das ist gut und wichtig für die Anwender wie auch für die Umwelt. Unser Anspruch bei der Entwicklung von Xliquid war es, den Schutz von Menschen und Natur mit einer bestmöglichen Wirksamkeit als Konservierungs- und Desinfektionsmittel zu kombinieren. Alle bisherigen Studien bestätigen, dass uns das gelungen ist", sagt Marwian-CEO Martin Klingler.

Vorteile gegenüber alkoholischen Präparaten und anderen wasserbasierten Produkten

Xliquid ist eine Zusammensetzung von Hexamethylenediaminen, 3.6-Dioxaoctamethylenediamine und Guanidiniumchloriden. In Desinfektionsmitteln wird es in geringer Einsatzmenge wasserbasiert formuliert. Das bedeutet, es kann auch dort zur Desinfektion eingesetzt werden, wo keine alkoholischen Präparate verwendet werden dürfen, wie beispielsweise im Flugzeug oder in Strafvollzugsanstalten. Zudem ist Xliquid hautfreundlich, da es die Lipidschicht der Haut nicht angreift, wie das etwa alkoholische Präparate tun.

Zur Konservierung von technischen Produkten reichen bereits 0,05 Prozent des Wirkstoffes im Endprodukt aus, um zum Beispiel Latex, Kleber, Farben, Polyvinylalkohol, Papier oder Kartonpulpe (Pappmaschee) zu konservieren. Aber auch in Lebensmitteln, Kosmetika und vielen anderen Produkten sind Konservierungsmittel enthalten, um sie vor dem Verderben zu schützen. Sie bilden heute einen unverzichtbaren Bestandteil für eine optimale Ressourcennutzung. "Xliquid bietet auch in diesem Bereich durch seine lange Haltbarkeit einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Wirkstoffen", betont Klingler.

Durch seine Stabilität ist Xliquid auch hervorragend für die Verwendung in geschlossenen Wasserkreisläufen in Prozessen geeignet, wie etwa in Kühltürmen oder in Verfahrenssystemen gegen die Bildung von Biofilmen und Algen.

Weitere mögliche Anwendungsbereiche des Wirkstoffes sind unter anderem Kosmetika, Wundbehandlung, Augentropfen-Konservierung, Trinkwasserdesinfektion, Hygiene im Veterinärbereich sowie Desinfektion im Lebens- und Futtermittelbereich.

Über drei Millionen Euro für Studien zu Xliquid

Mehr als drei Millionen Euro investierte das Unternehmen Marwian in die Erstellung von rund 40 Studien, die die Wirksamkeit und Auswirkungen von Xliquid auf Gesundheit und Natur untersucht haben. Die Umweltstudien führte das Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie durch, die humantoxikologische Studien der Labordienstleister Eurofins.

Der simulierte Kläranlagentest, durchgeführt am Fraunhofer Institut nach der OECD-Richtlinie 303 A, belegt, wie gut der Wirkstoff Xliquid von Mikroorganismen biologisch abgebaut wird und sich dadurch nicht in der Umwelt anreichert. So konnte nach fünfeinhalb Wochen eine CO2-Mineralisierung von bereits 54,9 Prozent erreicht werden. "Das ist ein hervorragender Wert. Vergleichbare Wirkstoffe erzielen lediglich Werte zwischen einem und vier Prozent", erklärt Klingler.

Antimikrobielle Wirkung ohne systemische Toxizität

Um die Wirkung von Xliquid auf Menschen zu erforschen, wurden eine Vielzahl an in-vitro- und in-vivo-Studien durchgeführt. Eine Eurofins-Studie nach der OECD-Richtlinie 443 kam zu dem Ergebnis, dass keine systemische Toxizität beobachtet werden konnte. Das bedeutet, Xliquid ist weder karzinogen, mutagen noch reproduktionstoxisch und wirkt sich nicht auf den Hormonhaushalt aus. Das Bemerkenswerte daran: Xliquid wirkt stark antimikrobiell. "Meistens korreliert eine starke antimikrobielle Aktivität mit einer ausgeprägten Zytotoxizität und anderen unerwünschten Nebenwirkungen. Uns ist es mit der Entwicklung des Wirkstoffes jedoch gelungen, eine hervorragende Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit zu erreichen", sagt Klingler.

Die Marwian GmbH wurde 2016 gegründet und betreibt ein mikrobiologisches und analytisches Labor für Forschung & Entwicklung und für Qualitätskontrolle. Mit Xliquid hat das Unternehmen einen neuen Biozid-Wirkstoff für Desinfektion und Konservierung von Produkten und von Prozesswasser entwickelt. Xliquid ist ein auf Guanidin basierende antimikrobielle Substanz, die im Vergleich zu bestehenden Substanzen auf Guanidinbasis eine deutlich bessere biologische Abbaubarkeit und kein krebserzeugendes Potential aufweist. Das Unternehmen beschäftigt aktuell sieben Mitarbeiter. Sitz und Produktionsstandort ist in Wien in der Richard-Neutra-Gasse 5. Weitere Informationen finden sie auf https://www.marwian.com .

Rückfragehinweis:
Mag. Johannes Martschin, Martschin & Partner GmbH, Strategische Kommunikationsberatung, Döblergasse 4, Top 6, 1070 Wien, A / Kurfürstenstraße 3, 50678 Köln, D, Tel.: +43-1-409 77 20, martschin@martschin.com, https://www.martschin.com

(Ende)
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