pte20090212028 in Business
Wikipedia-Fälscher kritisiert Recherchemethoden der Medien
Guttenberg-Eklat löst Diskussion um Umgang mit Online-Quellen aus
Berlin (pte028/12.02.2009/13:33)
Die Aufregung um den falschen zusätzlichen Vornamen des neuen Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg hat in Deutschland eine breite Diskussion über die Recherchequalität der Journalisten in Bezug auf Internet-Quellen ausgelöst. Ein Fälscher, der sich mittlerweile bereits zu seiner Tat bekannt hat, hatte in der Online-Enzyklopädie Wikipedia http://de.wikipedia.org den Guttenberg-Eintrag absichtlich abgeändert. Von etablierten deutschen Medien wie "Spiegel Online", dem "Handelsblatt", der "Süddeutschen" oder der "Bild"-Zeitung wurden die falschen Angaben daraufhin unkontrolliert übernommen. "Zugegeben, der Scherz war anfangs nicht gerade originell. Innerhalb weniger Stunden bekam er aber eine höchst interessante Eigendynamik, die mich an den Recherchemethoden vieler Journalisten erheblich zweifeln ließ", schreibt der Übeltäter in einem aktuellen Blog-Eintrag.
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