pts19990930024 in Business
Wie die Österreicher die Zukunft sehen
Eine Auswahl der Einzelergebnisse aus der großen UNIQA Zukunftsstudie
Wien (pts024/30.09.1999/11:59)
Projekt UNIQAEine Initiative der Bundesländer-Versicherung und der Austria-Collegialität
-Die Zukunft ist den ÖsterreichernInnen nah und macht ihnen selten Angst. Fast die Hälfte der Menschen sieht den Beginn ihrer Zukunft in unmittelbarer Nähe - morgen oder in der nächsten Woche. Und es gibt wenig Scheu vor der Zukunft: Über 40 Prozent der Österreicher machen sich oft Gedanken über die Zukunft. Es gibt so gut wie niemand, der sich nicht mit seiner eigenen Zukunft beschäftigt.
-Insgesamt leben die ÖsterreicherInnen mehrheitlich am liebsten in der Gegenwart, nur je ein Fünftel würde die Zukunft oder die Vergangenheit bevorzugen. Interessanterweise attestieren die meisten ÖterreicherInnen der Gegenwart, die "beste Zeit ihres Lebens" zu sein, glauben aber doch zu 50 Prozent, dass die anderen die Vergangenheit bevorzugen.
-Gefragt nach den besten Jahren des Lebens, werden vorwiegend die mittleren Jahre zwischen 20 und 40 genannt - also kein Votum für die goldene Kindheit.
-Die mittelfristige Perspektive des eigenen Lebens scheint für die meisten bewältigbar und überwiegend positiv. Weniger Optimismus hegt man allerdings allgemein für die Zukunft der nächsten Generation. Interessantes Detail: Diejenigen, die über Internet geantwortet haben, sind signifikant optimistischer - für die eigene Zukunft wie für die der Kinder. Und: Je mehr man sein Leben selbst bestimmen kann, desto optimistischer ist die Zukunftssicht, etwa bei leitenden Angestellten und Beamten sowie Selbständigen. "Zukunftsmuffel" sind die ÖsterreicherInnen keineswegs. Eine wichtige Aussage: 80 Prozent der ÖsterreicherInnen bekunden Neugierde und Interesse an dem "was in Zukunft noch alles entdeckt werden kann".
-Hoch im Kurs steht auch die Familie. Harmonie in der Familie, Glück mit den Kindern oder - bei Jüngeren - der Wunsch nach Familiengründung sind prominent - und auch in der Liste der Vorhaben für das Jahr 2000 wiederzufinden.
-Ganz wichtig ist Familie gerade für die Jungen. Selbst Jugendliche wollen zu über 80 Prozent eine eigene Familie gründen. Auch in anderen Altersgruppen geht der Prozentsatz jener, für die eine Familie nicht zu den Lebensplänen gehört, nicht über zehn hinaus.
-Es ist einhellige Meinung, dass die Eltern zu wenig Zeit für ihre Kinder haben. Drei Viertel aller ÖsterreicherInnen wollen, dass sich die Männer mehr um Hausarbeit und Familie kümmern sollten. Dennoch bleibt das Familienbild traditionell: Ehen sollen wieder ein Bund für das ganze Leben sein.
-Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen glauben, ihre Zukunft weitgehend selbst bestimmen zu können, wobei dieser Glaube besonders bei der Jugend sehr stark ist und ab 50 etwas schwächer wird. Rund 40 Prozent der ÖsterreicherInnen räumen auch dem Schicksal eine bedeutende Rolle in ihrem Leben ein.
-Die persönliche Zukunft ist bunt: 25 Prozent stellen sich in dieser "Farbe" die Zukunft vor, 22 Prozent nennen blau und 21 Prozent grün. Es überwiegt also eine helle und freundliche Farbauswahl, wobei auffällt, dass Männer öfter grün und blau, Frauen vielfach bunt und gelb angaben.
-Die Zukunft weckt Hoffnungen: Überwiegend stehen Hoffnungen, viel weniger Befürchtungen bei der Beschäftigung mit der Zukunft im Vordergrund.
-An erster und zentraler Stelle der Wünsche steht die eigene Gesundheit (explizit genannt von 60 Prozent) - unter den konkreten Vorhaben für das kommende Jahr nennt aber nur ein Viertel gesundheitsfördernde Aktivitäten.
-Viele ÖsterreicherInnen wünschen sich mehr Zeit für einen Rückzug auf die eigene Person: Sorgenfreiheit, Spaß und Ausgeglichenheit, weniger Stress, ein bewussteres Leben, mehr Zeit für Hobbies und persönliche Weiterbildung. Die Hälfte der ÖsterreicherInnen denkt an derartige Vorhaben im kommenden Jahr.
-Wünsche an die Gesellschaft finden sich prominent wieder: Ein Viertel nennt Friede und Gewaltlosigkeit. Die Erhaltung der Umwelt ist nur bei jedem Zehnten unter den spontanen Wünschen zu finden, bei der Abfrage spontan geäußerter konkreter Vorhaben scheint dieses Ziel kaum auf.
-Drei Viertel der ÖsterreicherInnen meinen, bereits "echte" Freunde zu haben.
-Etwa die Hälfte aller Über-70-jährigen haben den Plan, bis ins hohe Alter fit zu bleiben, nach eigener Ansicht verwirklicht.
-Immerhin mehr als ein Drittel aller Menschen über 50 meinen, es in ihrem Leben bereits zu Wohlstand und Reichtum gebracht zu haben - der Wunsch danach ist bei Jugendlichen am stärksten.
-Eine Verminderung des Wettbewerbsdrucks und des Leistungskampfes ist für die Mehrheit der ÖsterreicherInnen ein wichtiges Anliegen für die Arbeitswelt.
-Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen glauben, dass es das derzeitige Ausmaß an staatlicher Sicherheit in Zukunft nicht mehr geben wird.
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