Weniger als acht Stunden Schlaf schadet Herz
Laut neuer Analyse der University of Oulu steigert die Unregelmäßigkeit das MACE-Risiko weiter
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Schlafende: Unregelmäßige Ruhezeit schadet der Gesundheit (Foto: pixabay.com, Kat)
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Oulu (pte013/08.04.2026/10:50)
Personen mit einem unregelmäßigen Schlafrhythmus und weniger als acht Stunden Schlaf pro Nacht verfügen über das höchste Risiko von schwerwiegenden unerwünschten kardialen Ereignissen (MACE). Zu dem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der University of Oulu mit Erwachsenen mittleren Alters. Allein in den USA schläft rund ein Drittel der Erwachsenen laut den Centers for Disease Control and Prevention pro Nacht weniger als sieben Stunden.
Herz und Blutdruck
Der Mangel an regelmäßigem Schlaf führt laut den Oulu-Forschern zu körperlichen und psychischen Problemen. Davon betroffen ist auch das Herz. Das gilt aber auch für den Blutdruck. Dieser kann über längere Zeit erhöht sein und fällt während des Schlafes nicht mehr ab. Daher haben die Forscher die Daten von 3.231 Erwachsenen der "Northern Finland Birth Cohort 1966" ausgewertet. Sie trugen für bis zu zwei Wochen Aktivitätsmonitore an den Handgelenken. Die ersten sieben aufeinanderfolgenden Nächte der Schlafdaten wurden für die Analyse herangezogen.
Die Schlafcharakteristika wurden in folgende Kategorien aufgeteilt: regelmäßig, ziemlich regelmäßig und unregelmäßig. Die Teilnehmer füllten Fragebögen zur Gesundheit und ihrem Lebensstil aus. Zudem wurden klinische Tests für Blutdruck, BMI, Cholesterin und Blutzucker durchgeführt. In den folgenden Jahren wurden die landesweiten elektronischen Gesundheitsdaten in Hinblick auf kardiale Ereignisse wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-bedingte Todesfälle ausgewertet.
MACE-Risiko steigt
Teilnehmer mit unregelmäßigen Zeiten zum Schlafengehen, die zusätzlich weniger als acht Stunden pro Nacht schliefen, verfügten in den folgenden zehn Jahren über ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Ihr MACE-Risiko war fast doppelt so hoch wie bei Personen mit einem mehr konsistenten Schlafrhythmus. Ein ähnlicher Anstieg des Risikos konnte bei Personen mit sehr unregelmäßigen Schlafmittelpunkten nachgewiesen werden.
Der Schlafmittelpunkt bezeichnet jenen Halbzeitpunkt zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Er gilt als wichtiger Marker für die Stabilität des zirkadianen Rhythmus. Die Forscher konnten jedoch nicht nachweisen, dass eine unregelmäßige Aufwachzeit allein mit einem Herz-Kreislaufrisiko in Zusammenhang stand. Die Forschungsergebnisse sind in "BMC Cardiovascular Disorders" veröffentlicht.
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