Web-Shopper immun gegen digitale Kaufanreize
Hinweise zu Nachfrage oder Lagerbeständen, Countdowns sowie Glücksrädern meistens ignoriert
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Stöbern im Online-Shop: Digitale Kaufanreize lassen viele kalt (Foto: pixabay.com, HutchRock) |
Berlin (pte025/05.02.2026/13:55)
Fast jeder deutsche Online-Shopper ist immun gegen digitale Kaufanreize. "Dark Patterns", wie beispielsweise Rabattaktionen oder Hinweise zu Lagerbeständen, sollen Konsumenten auch teils unter Zuhilfenahme illegaler Methoden zu spontanen Kaufentscheidungen bewegen, wie eine Umfrage des Digitalverbands BITKOM unter 1.263 Personen ab 16 Jahren zeigt.
Regeldurchsetzung wichtig
Den Ergebnissen nach haben bereits alle Kunden Hinweise zur aktuellen Nachfrage oder zu Lagerbeständen, Countdown-Timern, Glücksrädern oder anderen spielerischen Elementen wahrgenommen. Gegen missbräuchliche Praktiken wie Dark Patterns gibt es laut BITKOM-Präsident Ralf Wintergerst zwar Regulierungen. Auf die Durchsetzung komme es aber an.
84 Prozent der Shopper nehmen in Online-Shops Hinweise zu begrenzten Lagerbeständen wahr (60 Prozent regelmäßig oder häufig, 24 Prozent selten). 83 Prozent begegnen Hinweisen zur aktuellen Nachfrage, etwa die Anzahl anderer Personen, die ein Angebot ansehen oder im Warenkorb haben (43 Prozent regelmäßig oder häufig, 40 Prozent selten).
Ebenfalls 83 Prozent nehmen sogenannte Countdown-Timer wahr, die anzeigen, dass ein Angebot nur noch kurze Zeit gilt (44 Prozent regelmäßig oder häufig, 39 Prozent selten). Spielerische Elemente wie Glücksräder oder Hütchenspiele fallen ebenfalls 83 Prozent der Online-Shopper auf (46 Prozent regelmäßig oder häufig, 37 Prozent selten).
Gros bleibt unbeeindruckt
Trotz der Reizüberflutung geben 64 Prozent der Online-Shopper an, die Hinweise zur aktuellen Nachfrage zwar wahrzunehmen, sich davon nicht beeindrucken zu lassen und Entscheidungen wie gewohnt zu treffen. Lediglich sechs Prozent kaufen schneller oder sofort, während mehr als jede und jeder Zehnte (zwölf Prozent) die Seite ohne Kauf verlässt.
Ein ähnliches Bild bei Hinweisen auf Lagerbestände. 53 Prozent der Online-Shopper entscheiden wie gewohnt, nur 16 Prozent beschleunigen den Kauf und 14 Prozent brechen den Kaufprozess ab. Bei Countdown-Timern velassen 19 Prozent die Seite ohne Kauf und bei spielerischen Elementen wie Glücksrädern bricht sogar über ein Fünftel (21 Prozent) den Kauf ab, heißt es.
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