pts19980422010 in Business
Wasserstrahl statt Laser gegen Fehlsichtigkeit
Augenspezialisten diskutieren neue Methoden der refraktiven Chirurgie
San Diego, Ca. (pts010/22.04.1998/10:27)
Vom 18. - 22. April fand in San Diego, Kalifornien, die jährliche Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für Cataract- und Refraktive Chirurgie statt. In Anwesenheit von 3500 Augenspezialisten aus aller Welt wurden die neuesten Methoden zur Behandlung von Fehlsichtigkeit und Grauem Star vorgestellt. Der Innsbrucker Augenchirurg Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm präsentierte Ergebnisse seines erfolgreichen Einsatzes der LASIK-Methode.Als absolute Neuheit wurde in San Diego eine Entwicklung vorgestellt, die anstelle des Lasers einen ultraharten Wasserstrahl verwendet, um die Korrektur der Fehlsichtigkeit durchzuführen. Die Versuche sind zwar noch experimentell, aber vielversprechend und nach Expertenmeinung vielleicht bald auch in der Praxis anwendbar. Entwickelt wurde das neuartige Wasserstrahlgerät "Hydrokeratom" vom US-Physiker Eugen Gordon aus Edison, N.J., auf dem Kongreß vorgestellt von den beiden Augenärzten Prof. Richard Lindstrom (Minneapolis) und Prof. Maguerite McDonald (New Orleans).
In den 210 anderen Vorträgen, die sich mit der LASIK-Chirurgie beschäftigten, wurde die Überlegenheit dieser Methode zur Behandlung der Fehlsichtigkeit gegenüber anderen Techniken betont. Peter Stewart, ein führender Augenchirurg aus Australien, meinte: "Der Versuch, die LASIK-Chirurgie stoppen zu wollen, ist medizinischer Anachronismus." Australische Augenärzte hätten gezeigt, daß die heute zur Verfügung stehenden Geräte und die Schulungsmöglichkeiten so gut sind, daß LASIK praktisch komplikationslos (unter 0,5 %) und mit ausgezeichneten Ergebnissen durchgeführt werden kann. Von einer "experimentellen Methode" könne man daher schon lange nicht mehr sprechen - was auch die Neubewertung durch die Kommission für Laserchirurgie Deutschlands bestätigt.
Der Ire Patrick Condon, führendes Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Cataract- und Refraktive Chirurgie, verwies unter anderem auf ausgezeichnete LASIK-Ergebnisse auch bei der Korrektur von Weitsichtigkeit und betonte, daß sich auch nicht operativ tätige Augenärzte mit den neuen Technologien vertraut machen müßten. Mathias Zirm, führender LASIK-Chirurg aus Innsbruck, stellte zufrieden fest, daß die von ihm und seinen Mitarbeitern vorgestellten Ergebnisse mit den besten Operationsresultaten weltweit anerkannter Kollegen vergleichbar sind.
Lee T. Nordan aus den USA verglich die Möglichkeiten der häufig diskutierten PRK-Methode (Oberflächenbehandlung der Hornhaut) mit der LASIK, die im Inneren der Hornhaut angewandt wird: Eine Befragung von 150 führenden amerikanischen Augenärzten habe ergeben, daß 62,9 % LASIK als bestgeeignete Operationsmethode zur Behnadlung von Fehlsichtigkeit ansehen. 33,3 % geben der zusätzlich ins Auge implantierten Linse den Vorzug und nur 22,8 % der PRK-Methode.
Information: Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm, Fallmerayerstraße 3, A-6020 Innsbruck, Tel. 0512/581860, Fax 5818601, E-Mail: meinhardklinik@compuserve.com (Ende)
| Aussender: | Augenzentrum Prof. Zirm GmbH |
| Ansprechpartner: | Mag. Jochen Noack, email: <A HREF=mailto:noack@temmel-seywald.at>noack@temmel-seywald.at</A>, Tel. 0 |
| Website: | www.zirm.net |
