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pte20200330018 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Viertel der deutschen Industrie bald in Kurzarbeit

ifo: Vor allem Angestellte der Automobilbranche und Maschinenbau werden betroffen sein


Stahlarbeiter: Industrie in Kurzarbeit gedrängt (Foto: pixabay.com, JonKline)
Stahlarbeiter: Industrie in Kurzarbeit gedrängt (Foto: pixabay.com, JonKline)

München (pte018/30.03.2020/11:37) - Jedes vierte deutsche Industrieunternehmen rechnet aufgrund des Coronavirus in den kommenden drei Monaten mit Kurzarbeit. Seit dem Jahr 2010 war diese Zahl nicht mehr so hoch. Das ergibt eine Konjunkturumfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München (ifo) http://ifo.de .

"Volles Ausmaß" unbekannt

Laut den ifo-Forschern könnten bald noch deutlich mehr Konzerne Kurzarbeit anmelden. "Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt", warnt Klaus Wohlrabe, Leiter ifo-Konjunkturumfragen. Etwa zehn Prozent der Firmen hätten jetzt schon die Kurzarbeit eingeführt, doch es würden noch viele weitere folgen.

Der Umfrage zufolge betrifft die Kurzarbeit vor allem Unternehmen aus den Bereichen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektrotechnik (32 Prozent). Besonders schwer trifft das Coronavirus die Angestellten aus der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 49 Prozent, der Textilherstellung mit 41 Prozent und der Herstellung von Lederwaren und Schuhen mit 35 Prozent.

Versorger kaum betroffen

Vor allem in der Herstellung elektrischer Ausrüstungen hat die Kurzarbeit jetzt schon Einzug genommen, 15 Prozent der Unternehmen haben sie schon eingeführt. Wenig berührt ist die Chemie-Branche, nur 14 Prozent der Firmen rechnen mit Kurzarbeit. In der Ernährungsindustrie erwarten sie lediglich sechs Prozent.

(Ende)
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