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pte20191126026 Handel/Dienstleistungen, Tourismus/Reisen

Verspätung: Reisende kuschen vor Airlines

Bei Verzögerung und Ausfall stehen Passagieren bis zu 600 Euro zu - Viele wissen das nicht


Warten am Gate: Verspätung selten entschädigt (Foto: pixabay.com, katyveldhorst)
Warten am Gate: Verspätung selten entschädigt (Foto: pixabay.com, katyveldhorst)

Berlin (pte026/26.11.2019/13:30) - Knapp die Hälfte der deutschen Flugpassagiere meint, dass Fluglinien bei Verspätungen oder Ausfällen keine gerechten Entschädigungen leisten. Eigentlich steht den Betroffenen in solchen Fällen eine Summe von bis zu 600 Euro zu. Einer Umfrage des Schadenregulierers AirHelp http://airhelp.com zufolge geben jedoch zwei Drittel der Fluggäste einfach auf, sobald ihre Beschwerde einmal angewiesen wird.

Jeder zweite Fall abgelehnt

"Voraussetzung für Entschädigung ist eine Verspätung bei der Ankunft von mindestens drei Stunden, außerdem muss die Fluglinie die Schuld dafür auf sich nehmen. Bei höherer Gewalt, wie zum Beispiel Stürmen, gibt es keinen Anspruch auf Entschädigung. Viele Passagiere wissen das nicht und fordern eine Entschädigung daher auch nicht ein", sagt AirHelp-Sprecher Nils Leidloff auf Nachfrage von pressetext.

YouGov Deutschland hat im Auftrag von AirHelp 10.429 Menschen aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Kanada und Brasilien befragt. In Deutschland sind 48 Prozent der Befragten der Meinung, dass Fluglinien keine faire Entschädigung auszahlen. Laut 70 Prozent der Umfragteilnehmer lehnen Fluggesellschaften fast die Hälfte der Beschwerden zu Unrecht ab. Interne Daten von AirHelp bestätigen, dass tatsächlich fast jede zweite Reklamation zurückgewiesen wird.

Passagiere "fühlen sich machtlos"

"Allein in Deutschland waren im Jahr 2019 rund 25,8 Mio. Menschen von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen. Doch viele von ihnen lassen sich von den Airlines zu Unrecht abspeisen, wenn sie versuchen, eine Entschädigung aufgrund von Flugproblemen durchzusetzen. Möglicherweise fühlen sie sich machtlos gegenüber dieser großen Unternehmen. Dadurch sparen die Airlines bares Geld, das eigentlich ihren Fluggästen zusteht", erklärt AirHelp-Rechtsanwalt Christian Leininger.

Bei einer Ablehnung geben 64 Prozent der Befragten ihre Beschwerde auf. Fast die Hälfte (45 Prozent) fordern ihre Entschädigung gar nicht erst ein, obwohl sie glauben, dass ihr Anspruch gerechtfertigt ist. Ein Großteil der Deutschen (85 Prozent) kennt die eigenen Rechte nicht einmal. Außerdem gaben nur 19 Prozent der Befragten an, sie wären bei einer Flugverspätung oder einem Flugausfall von der jeweiligen Airline über ihre Rechte informiert worden.

(Ende)
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