Leben

HIGHTECH

28.09.2022 - 12:30 | pressetext.redaktion
28.09.2022 - 06:00 | pressetext.redaktion
27.09.2022 - 16:00 | retarus GmbH

MEDIEN

28.09.2022 - 11:45 | Agentur Dohr GmbH
28.09.2022 - 10:30 | pressetext.redaktion
28.09.2022 - 06:15 | pressetext.redaktion

LEBEN

28.09.2022 - 14:15 | ERNESTINE GmbH
28.09.2022 - 11:30 | pressetext.redaktion
28.09.2022 - 10:00 | Peeroton GmbH - Pressestelle
pte20220809016 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Vernetzte Fledermäuse finden Beute schneller

Flugmuster von 81 Großen Abendseglern untersucht - Kommunikation im Umkreis von 160 Metern


Großer Abendsegler mit GPS-Sender (Foto: Manuel Roeleke, uni-potsdam.de)
Großer Abendsegler mit GPS-Sender (Foto: Manuel Roeleke, uni-potsdam.de)

Berlin (pte016/09.08.2022/10:30) -

Fledermäuse der Art Großer Abendsegler schließen sich zu einem mobilen sensorischen Netzwerk zusammen, um gemeinsam ihre Chancen auf Beutefang zu erhöhen. Beutegreifer sind durch flexible Jagdstrategien wie diese in der Lage sind, sich über eine Vernetzung mit Artgenossen unterschiedlichen Umweltbedingungen anzupassen. Zu dem Schluss kommt eine neue Studie der Universität Potsdam http://uni-potsdam.de in Kooperation mit dem Leibniz-IZW http://izw-berlin.de .

Radiosender im Einsatz

"Die Distanz, über welche die Fledermäuse die Insekten per Ultraschall orten können, ist mit etwa zehn bis 15 Metern relativ klein. Das erschwert ihnen das Aufspüren ihrer Beute. Dahingegen nehmen die Tiere ihre eigenen Artgenossen über sehr viel größere Entfernungen, im Idealfall bis zu 160 Meter, wahr. Die Suche in der Gruppe sollte demnach einfacher sein", so Manuel Roeleke, leitender Autor von der Universität Potsdam.

Laut den in "PNAS" publizierten Ergebnissen haben die Experten die Flugmuster von 81 Fledermäusen untersucht. Möglich wurde das durch kleine Radiosender, die Signale an einen Verbund von Antennen senden. "Während der Insektensuche fächern sich die Fledermäuse auf, bleiben aber akustisch in Kontakt und passen falls nötig ihre Flugbahnen einander an, um ein möglichst großes Gebiet absuchen zu können", sagt Christian Voigt vom Leibniz-IZW.

Spezielle Ultraschallrufe

Findet demnach ein Tier im Netzwerk also einen Schwarm Beuteinsekten, bekommen das die Nachbarn über Veränderungen in den Flugbewegungen und anhand speziell zur Insektenjagd genutzter Ultraschallrufe mit, wodurch nach und nach alle Tiere im sensorischen Netzwerk auf das lohnende Jagdgebiet aufmerksam werden. "So zeigt unser Modell, dass 'vernetzte' Tiere 40 Prozent weniger Zeit brauchten um Beute aufzuspüren als Fledermäuse, die ihre Artgenossen während der Jagd ignorierten", weiß Roeleke.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-313
E-Mail: fuegemann@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.765 Abonnenten
|
203.155 Meldungen
|
83.949 Pressefotos
Top