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pte20201023003 Unternehmen/Wirtschaft, Bildung/Karriere

USA: Corona macht Start-up-Jobs unattraktiv

Bewerber suchen online lieber nach Arbeit bei großen Unternehmen mit mehr Sicherheit


Start-up-Meeting: Jobs weniger begehrt (Foto: pixabay.com, StartupStockPhotos)
Start-up-Meeting: Jobs weniger begehrt (Foto: pixabay.com, StartupStockPhotos)

Boston (pte003/23.10.2020/06:10) - Jobs bei Start-ups sind durch die Coronavirus-Krise in den USA deutlich unattraktiver geworden. Stattdessen suchen Anwärter für Anstellungen lieber im Internet nach größeren, vermeintlich sichereren Unternehmen. Viele wollen nur bei Firmen mit zumindest 500 Mitarbeitern einen Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Harvard Business School http://hbs.edu .

"Kriterien ausgeweitet"

"Suchende haben ihren Fokus weg von Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase und hin zu größeren Firmen bewegt. Sie haben auch ihre anderen Kriterien ausgeweitet. Unter anderem denken sie an Jobs mit niedrigerem Gehalt und einer weiter gestreuten Auswahl an Berufstypen, Rollen, Märkten und Standorten", schreiben die Autoren.

Für die Studie haben die Forscher über den Zeitraum zwischen Februar und Juni 2020 Nutzerdaten der Webseite "AngelList" untersucht. Dabei handelt es sich um eine US-Vermittlungsplattform für Start-ups. In der Corona-Zeit war die Wahrscheinlichkeit für Bewerbungen bei Unternehmen mit mindestens 500 Angestellten um 20 Prozent höher als zuvor. Die durchschnittliche Größe der Firmen, nach denen Jobanwärter suchen, hat sich um 22 Prozent erhöht.

"Flucht in die Sicherheit"

Kleinere Start-ups, die noch in ihrer Anfangsphase sind, werden zunehmend unattraktiver. Jungunternehmen mit weniger als 50 Angestellten haben um 13,7 Prozent weniger Bewerbungen erhalten als vor Corona. Bei Start-ups mit mehr als 50 Mitarbeitern hat sich diese Zahl nur um drei Prozent verringert. Dabei stellen Jungunternehmen aber auch seltener neue Arbeitskräfte ein. Die Wahrscheinlichkeit einer positiven Reaktion auf eine Bewerbung ist um 23 Prozent gesunken.

Die Autoren sehen diesen Trend als eine "Flucht in die Sicherheit". In Krisenzeiten seien große etablierte Unternehmen deutlich begehrter. Vor allem erfahrene und mit hohen Kompetenzen ausgestattete Angestellte würden diese Tendenz zeigen. Das könnte vor allem für neue Start-ups zu einem Problem werden, da weniger hochwertige Talente auf dem Arbeitsmarkt für sie zugänglich sind.

(Ende)
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