pte20081220001 in Business
US-Bürger erhalten Strafregisterauskunft im Web
"Solche Internet-Datenbanken wären bei uns rechtlich nicht möglich"
Miami (pte001/20.12.2008/06:05)
In den USA werden staatlich betriebene Internet-Datenbanken, in denen sich jeder Bürger gegen Bezahlung einer kleinen Gebühr Einblick in das polizeiliche Strafregister seiner Mitmenschen verschaffen kann, zunehmend gefragter. Wie das US-Nachrichtenportal Newsvine berichtet, stehen solche Datenbanken mittlerweile bereits in über 20 US-Bundesstaaten zur Verfügung. Dass die Recherchemöglichkeiten, die sich dadurch eröffnen, von den Bürgern der USA auch mit großem Interesse genutzt werden, beweisen die aktuellen Zugriffszahlen. So sind alleine im US-Bundesstaat Florida im vergangenen Monat über 38.750 Abfragen in der staatlichen Personen-Datenbank verzeichnet worden. Während besorgte Bürger und Personalchefs die zentralen Datensammlungen aufgrund ihrer einfachen und schnellen Zugänglichkeit loben, kommt heftige Kritik vor allem von Seiten der Datenschützer, die den staatlichen Betreibern der Internet-Register eine "eklatante Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen" vorwerfen.
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