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pte20190910002 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness

Tweets entlarven Sucht nach Juul-E-Zigaretten

Nutzer schreiben über Entzugserscheinungen - Viele sind über Abhängigkeit überrascht


Juul: Abhängigkeit in Tweets zu erkennen (Foto: pixabay.com, sarahjohnson1)
Juul: Abhängigkeit in Tweets zu erkennen (Foto: pixabay.com, sarahjohnson1)

Pittsburgh (pte002/10.09.2019/06:00) - Ob Twitter-Nutzer von E-Zigaretten wie Juul http://juul.com abhängig sind, lässt sich anhand ihrer Tweets feststellen. Nutzer der Plattform schreiben oft über Suchterfahrungen und Entzugserscheinungen. Das haben Forscher an der University of Pittsburgh http://pitt.edu in einer Online-Analyse herausgefunden.

User schreiben über Abhängigkeit

"Viele Nutzer haben selbst über Symptome einer Nikotinabhängigkeit berichtet. Es gibt einen Mangel an Wissen der Öffentlichkeit über den Suchtfaktor. Deswegen schienen viele überrascht darüber, dass sie unter Entzugserscheinungen erlitten, wenn sie die E-Zigarette nicht benutzen konnten", meint Everette James, Koautor der Studie.

Das Team hat 1.986 Tweets analysiert, die Begriffe wie "juul", "juuls" oder "juuling" enthielten, im Zeitraum zwischen April 2018 und Juni 2018. Von den untersuchten Tweets betrafen 21,1 Prozent Themen, die mit Sucht in Verbindung stehen. In 335 ging es direkt um das Thema Abhängigkeit, in 189 um die Auswirkungen von Nikotin und in 42 um Entzugserscheinungen und den Versuch, mit der Nutzung von Juul aufzuhören.

Twitter offenbart Gesundheitstrends

Laut den Wissenschaftlern sind Suchterscheinungen bei den populären Juul-E-Zigaretten nicht verwunderlich, da diese eine hohe Dosis an Nikotin beinhalten würden. Zusätzlich dazu würden sie Nikotinsalze enthalten, die den Dampf schmackhafter machten. Dadurch sei Juul eine der reizvollsten Arten, um Nikotin aufzunehmen.

In Zukunft will das Forschungs-Team die Konversation über Juul auf Twitter weiterhin genau unter die Lupe nehmen und soziale Medien als Tool für die Analyse von Gesundheitsthemen verwenden. "Indem wir Daten in Echtzeit auf der Twitter-Plattform sammeln, können wir Gesundheitstrends in einem noch nie dagewesenen Ausmaß erforschen", sagt Jason Colditz, ein weiterer Koautor der Studie.

(Ende)
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