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pts20060628035 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Trends im Anlegerverhalten der Österreicher

Experten fordern Maßnahmen zur "Financial Education"


Wien (pts035/28.06.2006/15:25) - Zeitweise unter der Inflationsrate liegende Zinssätze haben dem - im Vergleich zu anderen EU-Staaten - in Österreich überdurchschnittlich beliebten Sparbuch seine Attraktivität gekostet. Wie von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) recherchierte Daten zeigen, suchen mittlerweile immer mehr Menschen Alternativen zu den "Klassikern" Sparbuch sowie Bausparen und investieren verstärkt in Wertpapiere sowie Lebensversicherungen. Dies nahm die Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien (http://www.diefinanzdienstleister.at/wkw/index.shtml) zum Anlass, die Auswirkungen dieser Entwicklung für den Finanzdienstleistungssektor im Rahmen einer - vom britischen Lebensversicherer Standard Life (http://www.standardlife.at) gesponserten - Informations- und Diskussionsveranstaltung näher zu beleuchten.

Anhand von Daten und Fakten analysierten KommR Wolfgang K. Göltl / Fachverband Finanzdienstleister, Mag. Alfred Lejsek / Bundesministerium für Finanzen, Dr. Aurel Schubert / Oesterreichische Nationalbank und Dir. Walter Schuster / Standard Life die kulturellen und wirtschaftlichen Ursachen und Trends im Anlegerverhalten der Österreicher und gaben wichtige Hintergrundinformationen für die Tätigkeit im Finanzdienstleistungsbereich. Moderiert wurde die spannende Expertendiskussion vom Herausgeber des Wirtschaftsmagazins GEWINN, Dr. Georg Wailand.

Herausforderung für Finanzdienstleister: Kundenaufklärung und individuelle Beratung

In einem Punkt waren sich die Experten absolut einig: "Financial Education" ist - gerade im Hinblick auf die notwendige private Vorsorge - eine der wesentlichsten Aufgaben der Zukunft, für die sich allerdings bis dato keine Institution wirklich zuständig fühlt. "Die Österreicher sind auf die Situation, ihre Finanzen zu managen, schlecht vorbereitet: In den Schulen wird - außer in spezialisierten Ausbildungszweigen - weitläufig im Unterricht auf die Themen Volkswirtschaft und Finanzdienstleistungen wenig bis kaum eingegangen. Somit sind unabhängige Finanzdienstleister gewissermaßen gefordert, die Bildungsaufgabe zu übernehmen und ihre Kunden aufzuklären und zu beraten", kommentiert KommR Göltl die Situation. "Nur dann kann ein Konsument - der mit komplexeren Finanzinstrumenten noch nicht vertraut ist - nachvollziehen, warum eine bestimmte Finanzstrategie bzw. ein bestimmtes Produkt für seine finanzielle Situation, seine finanziellen Ziele von Interesse ist". Fachgruppenobmann KommR Wolfgang Stadelmann schließt sich dem Statement des Fachverbandsobmanns inhaltlich voll an und bestätigt, diesbezüglich in der Fachgruppenarbeit weitere Impulse setzen zu wollen.

Expertenmeinungen zum heimischen Anlegermarkt

KommR Wolfgang K. Göltl / Fachverband Finanzdienstleister:
"Sobald ein höherer Wissensstandard in Österreich geschaffen ist, werden die Menschen auch hierzulande erkennen, dass sich gute Finanzberatung im wahrsten Sinne des Wortes lohnt und das auf dem Sparbuch liegende Geld vermehrt in Finanzinstrumente investieren, durch die attraktivere Renditen als mit dem klassischen Sparbuch erzielt werden können."

Mag. Alfred Lejsek / Bundesministerium für Finanzen:
"Die geringe Risikobereitschaft der Österreicher liegt darin begründet, dass sich die Menschen hierzulande im Allgemeinen noch zu wenig mit Finanzprodukten auseinander gesetzt haben. In Österreich sind geförderte Produkte sehr beliebt. Bis dato wurden rd. 750.000 Verträge im Rahmen der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge abgeschlossen."

Dr. Aurel Schubert / OeNB:
"Die jährliche Geldvermögensbildung steigt in Österreich seit 2002 kontinuierlich. Wertpapiere, Lebensversicherungen und Pensionskassen gewinnen auf Kosten von Bankeinlagen an Bedeutung. Dennoch liegt der Anteil von Bargeld und Einlagen in Österreich noch über Euroraum-Durchschnitt."

Dir. Walter Schuster /Standard Life:
"In Österreich gibt es nach wie vor keine Transparenz der Produkte. Sinnvoll wäre die Verpflichtung zur Bekanntgabe, WIE Versicherungsunternehmen ihre Gewinne VERANLAGEN. Eine Vorschrift, WIE Gewinne der Versicherungen ZU VERANLAGEN SIND, beschränkt die Unternehmen hingegen in ihrer Handlungsfreiheit - damit können oftmals wichtige Finanzstrategien nicht umgesetzt werden. Dem Konsumenten bringt eine derartige Vorschrift nichts.

Zudem sollten Angaben über Garantien kritisch hinterfragt werden. Oft sehen versprochene Sicherheiten in der Realität anders aus als auf den ersten Blick - zum Verständnis der Produktangaben ist eine gute Kenntnis der Fachbegriffe und der generellen Zusammenhänge erforderlich."

Die Unterlagen zum Impulsreferat von Dr. Aurel Schubert zum Thema "Österreich auf dem Weg vom Land der Sparbuchsparer zum boomenden Anlegermarkt? Analyse der Entwicklungen und der möglichen Folgen für den Finanzdienstleistungssektor" sind abrufbar im Downloadbereich "Brancheninformationen" unter http://www.diefinanzdienstleister.at

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