pte19980310004 in Business
Strom aus dem Erdinneren
Altheim in Oberösterreich nützt geothermische Energie
Wien (pte004/10.03.1998/15:57)
Das oberösterreichische Altheim, eine 4500 Einwohner große Gemeinde nahe der bayerischen Grenze, wird bald verstärkt geothermische Energie nutzen. Mitten im Ort arbeitet sich seit Dezember 1997 eine riesige Bohranlage langsam in die Tiefe vor. Ziel der Bemühungen ist, unmittelbar neben der bereits vorhandenen Thermalbohrung ein weiteres Loch bis in 2.300 Metern Endtiefe niederzubringen. Dort erwartet man, auf reichlich Thermalwasser von rund 105 Grad Celsius zu stoßen.Die Temperaturen reichen aus, um mit modernen Generatoren rund 700 Kilowatt Strom zu erzeugen. Deren Abwärme wird in das bereits vorhandene Fernwärmenetz der Gemeinde eingespeist. Ein großer Teil der Einwohner wird bereits seit einigen Jahren aus der ersten Thermalwasserbohrung über das kommunale Netz geothermisch versorgt. Die zweite Bohrung war nötig geworden, um weitere Verbraucher anschließen zu können. Zudem mußte zusätzliches Wasser in den Untergrund gepumpt werden, um das hydraulische Gleichgewicht zu erhalten.
Die neue Bohrung wurde in einer Tiefe von 460 Metern langsam um bis zu 54 Grad abgelenkt. Sie wird nach einer Gesamtbohrlänge von rund drei Kilometern ihre vorgesehene Endteufe erreichen. Dieses Verfahren ist bei der Erdöl- und Erdgasexploration Stand der Technik. In der Geothermie wird es in dieser Größenordnug zumindest in unseren Breiten zum ersten Mal angewandt. Die Arbeiten sollen bis Mitte März abgeschlossen werden. [Geothermische Vereinigung e.V.] http://home.kiss.de/~i_thum/geotherm/geotFr.html (Ende)
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