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pte20200117007 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Stress und Luftverschmutzung schaden Kindern

Eklatante Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Denken wissenschaftlich nachgewiesen


Schlot: Schaden für Psyche von Kindern (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)
Schlot: Schaden für Psyche von Kindern (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)

New York (pte007/17.01.2020/10:30) - Kinder, die früh zu Hause Stress ausgesetzt werden und bereits vor der Geburt eine erhöhte Belastung durch Luftverschmutzung erfahren, weisen stärkere Symptome bei Problemen mit der Aufmerksamkeit und dem Denken auf. Zu dem Schluss kommen Forscher der Columbia University Mailman School of Public Health http://mailman.columbia.edu in Kooperation mit Columbia Psychiatry http://columbiapsychiatry.org .

Wohnsituation entscheidend

Früher Stress ist bei Kindern aus benachteiligten Verhältnissen weit verbreitet, die zudem häufig in Gegenden mit einer stärkeren Luftverschmutzung leben. Letztere hat negative Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Neue Studien weisen zudem Folgen auf die psychische Gesundheit nach. Stress, der vor allem früh im Leben auftritt, ist einer der bekanntesten Faktoren für psychische Probleme. Die aktuelle Studie ist eine der ersten, die die kombinierten Auswirkungen von Luftverschmutzung und Stress bei Kindern im Schulalter untersucht hat.

Laut Erstautor David Pagliaccio vergrößert die vorgeburtliche Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen die Auswirkungen eines frühen sozialen und ökonomischen Stresses auf die psychische Gesundheit oder hält diese zumindest in gewissem Maße aufrecht. Luftschadstoffe sind heute laut der Seniorautorin Amy Margolis vor allem in Städten weit verbreitet. Kinder, die in benachteiligten Verhältnissen leben, sind eher Stress und Luftschadstoffen ausgesetzt.

Oft fehlende Unterstützung

Die Forscher haben Daten der "CCCEH Mothers and Newborns"-Geburtskohortenstudie in Nord-Manhattan und der Bronx ausgewertet. An dieser Längsschnittuntersuchung waren viele Teilnehmer beteiligt, die sich als Afroamerikamer oder Domenikaner bezeichneten. Mütter trugen im dritten Drittel der Schwangerschaft ein Gerät zur Überwachung der Luftqualität. Als die Kinder fünf Jahre alt waren, berichteten die Mütter über den Stress in ihrem Leben. Dazu gehörten eine schlechte Nachbarschaft, Geldprobleme, Gewalt durch den Partner, das Fehlen sozialer Unterstützung und die allgemeine Belastung. Sie schilderten die psychiatrischen Symptome ihrer Kinder im Alter von fünf, sieben, neun und elf Jahren.

Die kombinierte Auswirkung von Luftverschmutzung und früher Stressbelastung ließ sich im Alter von elf Jahren in verschiedenen Bereichen der Denk- und Aufmerksamkeitsprobleme feststellten. Diese Folgen standen auch mit PAH-DNA-Adukten in Verbindung, einem dosisempfindlichen Marker für die Belastung durch Luftverschmutzung. Die aktuellen Forschungsergebnisse wurden im "Journal of Child Psychology and Psychiatry" veröffentlicht.

(Ende)
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