pts20001126008 in Forschung
Ständiges Piloten-Monitoring ab Juni 2001 möglich
Spin-off der TU Graz Innovationspreis-Sieger des Landes Steiermark
Graz (pts008/26.11.2000/14:30)
Bis Juni nächsten Jahres soll ein handliches Registriergerät für Piloten und Fluglotsen auf den Markt kommen, das Biosignale misst und bei Ermüdung rechtzeitig Alarm schlägt. Das kündigte Christoph Guger, Gründer von g.tec- Guger Technologies http://www.gtec.at , im Gespräch mit pressetext.austria an. Seine Firma ist der Innovationspreissieger 2000 des Landes Steiermark. Das im November 1999 gegründete 3-Mann-Unternehmen, ein Spin-off der TU-Graz, wurde für ein Datenaufnahme- und Auswertesystem für Biosignale ausgezeichnet."In Zukunft ist es vorstellbar, dass der Flugzeugkapitän verkabelt wird und sofort vom Kopilot abgelöst wird, wenn das System eine Ermüdung signalisiert", so Guger. Das Gerät wird nicht größer als ein Handy sein, was den Tragekomfort gegenüber der jetzigen Ausführung wesentlich verbessert. Über die Messung von Biosignalen ist es möglich, Stress-Situationen im Arbeitsablauf darzustellen. Überprüft werden soll in erster Linie die Herzaktivität (mittels EKG), da an der Brust befestigte Elektroden als am wenigsten störend empfunden werden. Technisch machbar sind auch Aktivitätsmessungen von Gehirn (EEG), Augen (EOG) und Muskeln (EMG). Alle Daten können in Echtzeit verarbeitet und sofort angezeigt werden.
Bisher wurde das Verfahren bei Flugsimulationen und im Tower eingesetzt, um die Arbeitsbelastungen der Piloten und Fluglotsen zu messen. Die Messungen ergaben beispielsweise, dass dreidimensionale Bildschirmdarstellungen für Fluglotsen weniger belastend sind als die gebräuchlichen 2-D Darstellungen. "Unsere Messungen sind wichtig, um hohe Entwicklungskosten für neue Darstellungsarten zu rechtfertigen", so Guger.
Das Medizintechnik-Unternehmen entwickelt Hard- und Software für Biosignale und möchte sich in Zukunft auf die Entwicklung seiner Produkte beschränken, die Produktion soll ganz ausgelagert werden. Guger Technologies gewann mit dem Innovationspreis zugleich auch die Kategorie EDV-Dienstleistung.
In der Gruppe der Consulter prämierte die Jury das Join Science Worldwide Research Forschungslabor http://www.jswresearch.com . Das Labor entwickelte eine biologische Methode, die die Entwicklungszeit für Arzneien auf dem Gebiet der neurogenerativen Erkrankungen wesentlich verkürzt. Dafür besitzt es eine weltweite Exklusivlizenz. In Zellen werden gentechnisch veränderte Krankheitsgene eingepflanzt, woraufhin diese Zellen die gleichen Eigenschaften bekommen wie Kranke. Unwirksame Arzneien können so früh ausgeschieden werden.
Im Bereich der technischen Dienstleister trug die Concept Technology http://www.concept-tech.at den Sieg davon. Sie optimierte Auto-Karosserieteile auf ihre Energieabsoption bei Unfällen. (Ende)
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