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pts20010221026 in Leben

Sozialpartnergipfel/Medikamente: Was die Pharmig fordert

Pharmig zu Mitterlehner-Ankündigung (2)


Wien (pts026/21.02.2001/12:42)

Da die "langfristig strukturellen Effizienzmaßnahmen", wie sie WKÖ-Generalsekretär Peter Mitterlehner in eine nach Auffassung der Pharmig völlig falsche Richtung laufen (s. dazu auch pte-Aussendung von heute: Sozialpartnergipfel/WKÖ: Zweifelhafte Anreizsysteme nicht gefragt), fordert die Pharmig daher erneut, endlich langfristig wirksame, ökonomische Mechanismen im Gesundheitswesen einzuführen, die

a) zu einer Verbesserung der Datenqualität und Datenverfügbarkeit im Gesundheitswesen führen. Das muss durch die Schaffung eines Rechnungswesens, das sich am gültigen Standard heutiger Wirtschaftsunternehmen orientiert, geschehen. Erst durch ein der wirtschaftlichen Bedeutung des Gesundheitswesens adäquates Rechnungswesen kann Kostenwahrheit - und damit Nutzenwahrheit - erreicht werden.
b) die bisherigen Einnahmen-/Ausgabenrechner zu einer echten Eröffnungsbilanz als Basis für ein modernes Rechnungswesen verpflichtet.- Mit einer solchen Eröffnungsbilanz sind die bisher kameralistisch rechnenden Sektoren des Gesundheitswesens in der Lage, ihre finanzielle Situation inklusive allfällig vorhandener Reserven periodenrein und überprüfbar offen zu legen.

Des Weiteren wiederholt die Pharmig ihre Forderung, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von derzeit 20 auf maximal 10 Prozent abzusenken und endlich vom rein sektoralen Denken auf die Schaffung eines Integrierten Gesundheitssystems umzuschwenken, in dem Transparenz und gesicherte Qualität zum Nutzen des Patienten, und nicht, wie jetzt, Partikularinteressen vorherrschen. ++/rm (Ende)
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