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pte20220518004 Unternehmen/Wirtschaft, Medien/Kommunikation

Ruf des Chefs ist ein Marketinginstrument

Öffentliche Wahrnehmung von Marken steigt und fällt mit dem Verhalten von Top-Managern


Elon Musk: Sein Ruf färbt auf die Marke Tesla ab (Foto: pixabay.com, Tumisu)
Elon Musk: Sein Ruf färbt auf die Marke Tesla ab (Foto: pixabay.com, Tumisu)

London (pte004/18.05.2022/06:15) -

Der Ruf eines CEO hat einen starken Einfluss auf die Markenwahrnehmung, wie eine Untersuchung des Consulters Brand Finance http://brandfinance.com und der Infoplattform Marketing Week http://marketingweek.com zeigt. Das mache eine Top-Führungskraft eines Unternehmens "zu einem der am meisten unterschätzten Marketing-Instrumente", sagt Brand-Finance-Geschäftsführerin Annie Brown. Da sie aber auch eine Belastung sein können, sei es sehr wichtig, CEOs auch "auf der Grundlage der Kompatibilität mit Unternehmens- und Markenwerten" auszuwählen.

Wie der CEO so die Marke

Brand Finance hat den Ruf der weltweit führenden CEOs mit einer Umfrage unter 1.000 Analysten und Journalisten verfolgt und ihn mit seinem "Global Brand Equity Monitor", einem jährlichen Bewertungsinstrument für über 4.000 Marken, verglichen. So entspricht die Reputation des Markenportfolios eindeutig dem Ruf des CEOs. Brown nennt als Beispiel Tesla-Boss Elon Musk. Mit der stetigen Verbesserung seines Rufes in den USA sei auch das Ansehen der Marke gestiegen. Zwischen 2021 und 2022 kletterte Musks Reputationswert von 7,6 auf 8. In der Zwischenzeit wuchs Teslas Ruf von 7,2 auf 8,6.

Der gegenteilige Effekt kann aber ebenfalls eintreten. "Wenn eine Reputationskrise ein Unternehmen trifft, kann dies den persönlichen Ruf eines CEOs und der Marke, die er vertritt, ernsthaft schädigen", so Brown. Sie nennt als Beispiele die Entscheidung von Peter Hebblethwaite, CEO des britischen Fährenbetreibers P&O Ferries, im April 2021 rund 800 Mitarbeiter ohne Vorwarnung zu entlassen, und Anschuldigungen, die im vergangenen Juni gegen BrewDog-CEO James Watt erhoben wurden, dass er eine "Kultur der Angst" für Mitarbeiter intern gefördert und Werbeclips gefälscht habe.

Fehltritte schaden dem Ruf

Auch sank der Reputationswert der britischen Brauereigruppe BrewDog nach den Vorwürfen von 19,1 auf nur 1,6, so der Markengesundheits-Tracker "BrandIndex" des Researchers YouGov http://yougov.co.uk . Seit dem 13. Mai ist dieser Wert weiter auf Minus 0,2 gefallen, da Watt weiter in der nationalen Presse kritisiert wird. Die Reputation von P&O Ferries sank nach der Massenentlassung von 16,7 auf Minus 9,5. Hebblethwaite gab später vor einem parlamentarischen Sonderausschuss zu, dass er mit der Entscheidung gegen Gesetze verstoßen hat. Die schottische Labour-Abgeordnete Monica Lennon brandmarkte ihn als den "am meisten gehassten Mann Großbritanniens". Bis zum 13. Mai 2022 sank die Punktezahl von P&O auf Minus 42,4.

(Ende)
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